Bundesliga

LASK fertigte Hartberg dank Klauss-Triplepack 5:1 ab

Der LASK ist weiter nicht zu stoppen. Nach dem Aufstieg ins Achtelfinale der Europa League am Donnerstag setzten die Linzer auch in der Fußball-Bundesliga ihren Erfolgslauf fort. Nach einem 0:1-Rückstand gewann das Team von Trainer Valerien Ismael gegen Hartberg noch klar mit 5:1, siegte in der Meisterschaft zum dritten Mal in Folge und machte den nächsten Schritt zum Gewinn des Grunddurchgangs.

Hartberg führte zur Pause beim LASK 1:0 SN/APA/EXPA/REINHARD EISENBAUER
Hartberg führte zur Pause beim LASK 1:0

Die Athletiker bauten den Vorsprung auf Verfolger Red Bull Salzburg vorerst auf sechs Punkte aus. Der Titelverteidiger ist erst am Montag zum Abschluss der 21. Runde in Altach im Einsatz. Eine Runde ist dann vor der Liga- und Punkteteilung noch zu spielen. Geburtstagskind Joao Klauss mit einem Triplepack (51., 61., 89.), Peter Michorl (59.) und Samuel Tetteh (80.) sorgten für die Wende. Die Hartberger standen nach einer starken ersten Hälfte, in der Christian Klem (6.) früh traf, auch aufgrund einer Gelb-Roten Karte für David Cancola (32.) auf verlorenem Posten. Sie durften trotz der Klatsche auch jubeln, da sie fix in der Meistergruppe vertreten sind, da der Siebente Austria bei Sturm Graz über ein 1:1 nicht hinauskam.

Ismael veränderte seine erfolgreiche Europacup-Truppe an fünf Positionen. So bekamen etwa der am Rücken angeschlagene Kapitän Gernot Trauner oder auch Alkmaar-Matchwinner Marko Raguz eine willkommene Pause. Wohl auch dadurch lief bei den Gastgebern in der ersten Hälfte wenig zusammen. Hartberg hielt kämpferisch voll dagegen und setzte auch als einziges Team in der Offensive Akzente. Den Traumstart machte Klem in der 6. Minute perfekt, er hatte bei seinem Schuss Glück, dass Christian Ramsebner den Ball unhaltbar für Alexander Schlager ins eigene Tor ablenkte. Dario Tadic ließ die Chance auf das 0:2 aus, brachte einen Kopfball nicht aufs Tor (38.). Zu diesem Zeitpunkt waren die Steirer nach wiederholtem Foulspiel von Cancola bereits in Unterzahl. Das spielte den Linzern nach den Europacup-Strapazen in die Karten.

Nach Wiederbeginn zeigten die Hausherren ihr wahres Gesicht und sorgten noch für einen ungefährdeten Heimerfolg. Nach weitem Michorl-Pass legte Tetteh mit der Brust zurück auf Klauss, der aus 15 Metern ins linke Eck einschoss. Rene Swete konnte mit einer Großtat bei einem Tetteh-Abschluss (56.) noch den zweiten Gegentreffer verhindern. Der ließ aber nicht lange auf sich warten. Nachdem die Hartberger den Ball nicht weggebracht hatten, bediente Thomas Sabitzer Michorl, der mustergültig abschloss.

Klauss traf in der Folge noch nach Frieser-Hereingabe. Michorl holte sich noch einen Assist, Tetteh bedankte sich mit dem 4:1. Der Schlusspunkt war wieder Klauss vorbehalten, der nach Michorl-Ecke und Holland-Kopfball-Verlängerung aus kürzester Distanz per Kopf traf. Der Brasilianer hält nun bereits bei acht Saisontoren, drei Treffer gelangen ihm ausgerechnet an seinem 23. Geburtstag. Der LASK ist nun fünf Spiele unbesiegt und hat dabei viermal gewonnen.

Auch deshalb stehen die Linzer zum 3. Mal in Folge nach einer Runde in der Liga ganz oben. Das gelang ihnen zuvor noch nie. Auch Ismael sorgte für Historisches. Der Franzose holte als erster Trainer in der Liga-Geschichte aus seinen ersten 21 Runden 16 Siege. Die Marschrichtung vor dem ÖFB-Cup-Halbfinale gegen Salzburg am Donnerstag stimmt also. Einziger Wermutstropfen war die Verletzung von Marvin Potzmann.

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