Bundesliga

LASK geht als Favorit ins Gastspiel in Altach

Als haushoher Favorit kommt der LASK am Sonntag (14.30 Uhr) zu Nachzügler Altach. In der 12. Runde droht dem Vorletzten die fünfte Niederlage in Folge, mit den Linzern gastiert das beste Auswärtsteam in der Cashpoint Arena. Drei Tage nach dem kräftezehrenden 0:0 in Eindhoven setzt der LASK auf Regeneration und das "Lufttaxi": Erstmals in der Fußball-Bundesliga-Historie steigt man in den Flieger.

Die Oberösterreicher fliegen nach Vorarlberg SN/APA/EXPA/REINHARD EISENBAUER
Die Oberösterreicher fliegen nach Vorarlberg

Für den zweitplatzierten LASK, der saisonübergreifend sieben Liga-Auswärtspartien in Folge gewonnen hat, ist die Zielsetzung klar. Mit dem nächsten Erfolg soll der Drei-Punkte-Rückstand auf Leader Salzburg gehalten oder sogar weiter verkürzt werden. Denn die "Bullen" sind zuhause im Schlager gegen Rapid gefordert. Die Europa-League-Strapazen kann der LASK zumindest stimmungstechnisch wettmachen. "Wir haben einen Punkt in Eindhoven geholt, das schaffen nicht so viele Mannschaften", sagte Peter Michorl. "Es ist von der Vorbereitung her schwierig, aber wir werden alles raushauen", versprach der Mittelfeldantreiber.

Tatsächlich hat Trainer Valerien Ismael kaum Zeit, sein Team auf den Gegner einzustellen. Eine halbe Stunde Training plus Gegneranalyse am Samstag müssen reichen, um "besser zu machen, was wir am Donnerstag nicht gut gemacht haben - dass wir auch zu Torchancen kommen", erklärte Ismael, dessen Team wieder vor einer englischen Woche steht: Schon am Mittwoch kommt es in Pasching zum nächsten Duell mit Altach - diesmal im Cup-Achtelfinale. Der Flug sei in der aktuellen Situation daher unabdingbar. "Wir müssen schon schauen, dass wir alle Karten auf unserer Seite haben, es geht wirklich um jede Stunde", meinte der Franzose.

Die Vorarlberger, die zuletzt dreimal vor eigenem Publikum gegen den LASK eine Niederlage kassierten, haben am anderen Ende der Tabelle jeden Punkt bitter nötig. "Es sind alle zusammen dafür verantwortlich, uns aus dieser Situation hinaus zu hieven. Da nützt es nichts, die Verantwortung auf Einzelne abzuwälzen", sagte Abwehrspieler Jan Zwischenbrugger. Die Vorarlberger sind nur noch aufgrund des besseren Torverhältnisses gegenüber St. Pölten nicht im Besitz der "Roten Laterne".

Eine schwierige Situation also auch für Trainer Alex Pastoor. "Es muss gelingen, die Angst Fehler zu machen, aus den Köpfen zu bekommen. Im Spitzensport muss man ohne Angst im Kopf auf dem Platz stehen, sonst hat man keine Chance", verlautete der niederländische Chefcoach. Er forderte neben einer Leistungssteigerung auch "noch mehr Kommunikation" auf dem Platz von seinen Spielern. Für die gab es in den letzten beiden Spielen zehn Gegentore. Nach dem 0:6 in Salzburg war das Heim-1:4 gegen die Admira noch ein deutlich bitterer Tiefschlag.

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