Bundesliga

LASK nach "hochverdientem" Auftaktsieg bereit für Rapid

Mit einem spielerisch überzeugenden, wenngleich ergebnistechnisch nicht ganz so deutlichen Sieg ist der LASK in die neue Saison der Fußball-Bundesliga gestartet. Nach dem 1:0 in Altach am Samstag war Trainer Dominik Thalhammer mit der Leistung seiner Mannschaft zufrieden. Dass die Linzer das Match nicht früher in trockene Tücher gebracht haben, ortete der Coach hingegen als Manko. Dem Duell mit Vizemeister Rapid in der zweiten Runde blickt man mit Spannung entgegen.

Nach einem gemäßigten Start fanden die Oberösterreicher im Ländle immer besser ins Spiel. Geht es nach Thalhammer, ist die Einstellung in der Mannschaft lobenswert. Gegen tief stehende Altacher habe man hart gearbeitet und sei dafür letztlich auch belohnt worden. "Der Spirit war extrem gut. Wir haben das Spiel der Altacher angenommen und gewusst, dass wir in den Zweikämpfen präsent sein müssen", meinte der Trainer. Insgesamt sei der Erfolg gegen die Vorarlberger "hochverdient" gewesen.

Marko Raguz gelang bei seinem Liga-Comeback fast ein Treffer. Auch wenn der Mittelstürmer am Samstag erst in der zweiten Hälfte eingewechselt wurde, im Laufe der Saison dürfte er wieder zu einem Schlüsselspieler bei den Linzern avancieren. In die Torschützenliste trug sich mit Philipp Wiesinger gegen Altach indes ausgerechnet ein Verteidiger ein.

Altach konnte sich nicht für das blamable Erstrunden-Aus im Cup gegen Kalsdorf rehabilitieren. Coach Damir Canadi sah im Vergleich allerdings eine bessere Leistung seiner Elf: "Die Mannschaft war extrem leidenschaftlich, hat Mentalität gezeigt." Die Niederlage zum Bundesliga-Auftakt schmerze zwar, der gute Auftritt stimme ihn aber positiv für die kommende Begegnung mit Hartberg, das beim Trainer-Debüt von Kurt Russ gleich mit einem Sieg gegen Rapid überraschte.

Auch Andreas Herzog durfte sich bei seinem Liga-Debüt freuen, aber nur über einen Punkt. Wilhelm Vorsager glich für die Admira in Innsbruck gegen WSG Tirol in der 94. Minute zum 1:1-Endstand aus. "Jetzt ist die Heimreise um einiges schöner", sagte Herzog, der drei Spieler in der Bundesliga debütieren ließ. Die junge Admira konnte in der Offensive nur selten Gefahr erzeugen, aber Herzog ist überzeugt: "Wir werden von Monat zu Monat stärker. Wenn die Burschen reifen werden, dann haben wir eine ganz gute Truppe."

WSG-Trainer Thomas Silberberger ärgerte sich dagegen über den späten Ausgleich nach einem Eckball, mehr noch aber über die Schlussphase. Luca Kronberger konnte verletzt nicht mehr weiterspielen, da Herzog nicht mehr wechseln durfte, war die Admira in Finish dezimiert. "In Wirklichkeit musst du die Admira schachmatt setzen, mit einem Mann mehr und einer 1:0-Führung. Darum ist es umso bitterer, dass man zwei Punkte herschenkt. Wir haben komplett die taktische Disziplin verloren, haben nicht mehr Fußball gespielt", sagte Silberberger, der aber ähnlich wie Herzog eine Steigerung in den nächsten Wochen erwartet. "Ich habe vorher schon gesagt, wir brauchen noch zwei, drei Wochen, das hat man heute gesehen", so der Tirol-Coach. Juventus-Leihgabe Giacomo Vrioni und der Däne Bror Blume sollen sein Team schon gegen die Austria verstärken.

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