Bundesliga

LASK will auch gegen Rapid Momentum behalten

Vor dem Heimspiel am Sonntag gegen Rapid befindet sich der LASK auf der Erfolgswelle. In der Fußball-Bundesliga wurden die vergangenen sieben Partien allesamt gewonnen, die jüngsten vier davon ohne Gegentor. Zum Drüberstreuen fixierten die Linzer am Donnerstag mit dem 2:1 bei Rosenborg Trondheim vorzeitig den Einzug ins Sechzehntelfinale der Europa League.

Didi Kühbauer setzt auf die Auswärtsstärke seines Teams SN/APA/EXPA/THOMAS HAUMER
Didi Kühbauer setzt auf die Auswärtsstärke seines Teams

In dieser Tonart soll es gegen Rapid weitergehen. "Das Momentum ist auf unserer Seite, und das wollen und müssen wir behalten", sagte Trainer Valerien Ismael. Gefeiert wurde das Weiterkommen in der Europa League kurz, aber intensiv. Am Freitag begann "die Vorbereitung auf das nächste Topspiel", wie es Ismael formulierte. "Vielleicht ist es gar nicht so schlecht, dass wir sofort unter Spannung bleiben, dass wir schnell den Fokus wieder finden."

Die ganz große Party musste in Trondheim ausbleiben, erklärte Thomas Goiginger, "weil wir am Sonntag wieder ein sehr, sehr schwieriges Spiel haben". Die Mannschaft landete am späten Nachmittag mit einem polnischen Charterflieger in Linz. Unmittelbar nach der Partie in Norwegen stand Regeneration im Mittelpunkt, am Samstag ist noch ein Training angesetzt. "Es geht Schlag auf Schlag. Aber das ist ja schön", sagte Goiginger.

Nachdem ein großes Ziel, nämlich europäisch zu überwintern, vorzeitig erreicht wurde, werde man die Zügel bestimmt nicht schleifen lassen, stellten die LASK-Akteure klar. "Ich glaube, es wäre fatal für uns, wenn wir jetzt irgendwie nachlassen. Die Zeit zu feiern wird kommen, aber sie ist noch nicht gekommen", meinte Ismael.

Die Umstellung auf den Meisterschaftsbetrieb "wird uns nicht schwerfallen. Wir wollen sowieso jede Partie gewinnen", meinte Dominik Frieser. Die Linzer liegen aktuell nur einen Punkt hinter Spitzenreiter Salzburg und wittern die Chance, den Titelverteidiger bis zum Winter noch einzuholen.

"Wir gehen in jedes Spiel gleich rein und versuchen immer, unser Bestes zu geben, egal gegen welchen Gegner", betonte ÖFB-Teamspieler Goiginger. "Gegen Rapid wird es sehr, sehr schwierig, das wissen wir jetzt schon. Aber wir müssen wieder alles in die Waagschale werfen. Dann sind wir gespannt, was am Sonntag rauskommt."

Die jüngsten Duelle beider Teams waren hart umkämpft. In der Liga gewann der LASK zuletzt dreimal in Folge mit einem Tor Unterschied, dafür setzte sich Rapid im Frühjahr im Cup in Pasching nach Elfmeterschießen durch. "Wir fahren hin, um Punkte mitzunehmen, aber dafür müssen wir alles abrufen", sagte der Hütteldorfer Coach Dietmar Kühbauer.

Den LASK bezeichnete der Burgenländer als äußerst defensivstark und gefährlich im Umschaltspiel. "Doch auch wir werden unsere Umschaltsituationen haben, und die müssen wir nützen", forderte Kühbauer.

Der Ex-Teamspieler muss gleich auf sieben verletzte Profis verzichten. "Aber wir haben immer noch genügend Spieler, die auf das Match heiß sind", meinte Kühbauer. Auch Stefan Schwab wollte der angespannten Personalsituation nicht allzu viel Bedeutung beimessen. "Wir haben trotzdem eine Mannschaft, die dem LASK Paroli bieten kann."

Optimismus schöpft der Kapitän aus Rapids Bilanz in der Fremde - in sieben Auftritten auf fremden Plätzen gab es fünf Siege, ein Remis und eine Niederlage. "Wir wollen auswärts so auftreten wie in den letzten Wochen und brauchen uns nicht verstecken", erklärte Schwab.

Quelle: APA

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