Bundesliga

LASK will im Topspiel gegen Salzburg "lästig sein"

Serienmeister Red Bull Salzburg stellt sich im Spitzenspiel der zwölften Runde der Fußball-Bundesliga auf eine schwierige Prüfung ein. Der Tabellenführer ist am Sonntag (17.00 Uhr) beim LASK gefordert. Die Linzer sind zu Hause in dieser Saison noch ungeschlagen, haben den Salzburgern zudem im April mit 1:0 eine von erst zwei Liga-Niederlagen im Kalenderjahr 2018 zugefügt.

Glasners Linzer geben sich selbstbewusst SN/APA/EXPA/REINHARD EISENBAUER
Glasners Linzer geben sich selbstbewusst

"Für uns wird das mehr als ein guter Test", meinte Salzburg-Trainer Marco Rose, der mit seiner Mannschaft in 20 Saisonpflichtspielen noch nicht verloren hat. Der Auftritt beim LASK, als Tabellendritter wie der Zweite St. Pölten bereits zehn Zähler zurück, werde aber speziell. "Weil ich finde, dass es ein sehr, sehr schwieriges Spiel wird", begründete Rose.

Die Linzer seien hervorragend organisiert, praktizieren ein ähnliches Pressing wie die Salzburger selbst. "Sie haben eine klare Idee und sind ein sehr unangenehmer Gegner, der uns alles abverlangen wird", sagte Rose. "Sie haben sich vor allem spielerisch weiterentwickelt und stehen nicht umsonst in der Tabelle ganz vorne. Wir werden dementsprechend dagegenhalten müssen, defensiv gut stehen und offensiv unsere Stärken ausspielen."

Der LASK hat in der Liga bisher erst sieben Gegentreffer kassiert - zwei weniger als Salzburg. Rose: "Das zeigt, wie schwer es ist, gegen den LASK Tore zu erzielen. Die haben klare Automatismen." Ähnlich sah das sein Liga-Torhüter Cican Stankovic: "Wir werden das Maximum herausholen müssen." Das ist den Bullen in der Fremde bisher gelungen. In fünf Liga-Auswärtsspielen gab es ebenso viele Siege. Die jüngste Pflichtspielniederlage liegt fünf Monate zurück.

Vor ihrem souveränen, aber von Selbstkritik begleiteten 3:0 gegen Rosenborg Trondheim hatten die Salzburger in der Bundesliga mit einem 1:1 gegen Wacker Innsbruck den ersten Punkteverlust hinnehmen müssen. Der LASK ist auf einen ähnlichen Coup aus. "Es ist aber nicht die Tabelle das, was uns antreibt", betonte Trainer Oliver Glasner. "Wir spielen gegen die beste Mannschaft in Österreich. Wir wollen zeigen, dass wir der Paroli bieten können, sie ärgern und lästig sein können, sie unter Druck setzen."

Die TGW Arena in Pasching ist mit 6.000 Zuschauern längst ausverkauft. "Für uns ist das schon ein Highlight", sagte Glasner. "Es ist eine große Herausforderung für uns, gegen so eine Mannschaft zu zeigen, dass wir unangenehm sein können. An solchen Spielen kannst du wachsen." Das ist neben der Teilnahme am Meister-Play-off der Top 6 weiter das primäre Ziel der Oberösterreicher.

Mit Salzburg, Rapid, der Austria und Sturm gebe es laut Glasner immer noch die "Big Four", die von ihren budgetären Möglichkeiten über den LASK zu stellen seien. "Diese Kluft wollen wir in den nächsten vier Jahren konstant kleiner machen. Das ist unser Ziel, das treibt uns an." Der Blick richtet sich auch auf das neue Stadion, das bis 2022 entstehen soll.

Auf dem Weg dorthin lässt sich Glasner auch von kleinen Durststrecken - wie den jüngsten drei Ligaspielen ohne Sieg - nicht nervös machen. "Wir schauen nicht Woche für Woche auf die Tabelle", betonte der sportliche Verantwortliche, der gegen Salzburg den gesamten Kader zur Verfügung haben dürfte. Auch die leicht fraglichen Christian Ramsebner (Wadenprobleme) und Peter Michorl (Rissquetschwunde am Fuß) sollten spielen können.

Auch Rose dürfte im Schlager seine bestmögliche Formation aufbieten, obwohl das Trondheim-Spiel dann erst drei Tage zurückliegen wird. Zu seiner Kritik am Auftritt der Mannschaft stand der Deutsche auch am Tag nach der Machtdemonstration gegen die Norweger. Glasner, einst als Co-Trainer in Salzburg tätig, sieht in der Vorgehensweise durchaus Parallelen: "Es zeigt, wie sie arbeiten. Auch sie schauen nicht in erster Linie auf Ergebnisse, sondern auf die Dinge, die sie sich vornehmen."

Quelle: APA

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