Bundesliga

Mattersburg und Altach vor Neustart zuversichtlich

In Mattersburg schließt sich am Dienstag (18.30 Uhr) der Coronapausenkreis. Im Pappelstadion ertönte am 8. März beim 0:1 des SVM gegen den LASK der bisher letzte Schlusspfiff in einer Fußball-Bundesliga-Partie. 86 Tage später kommt es hier beim Duell der Burgenländer mit dem SCR Altach zum Meisterschafts-Neustart, gleichzeitig mit dem Match WSG Tirol gegen SKN St. Pölten.

Altach möchte wieder jubeln, wie hier am 2. März gegen Salzburg SN/APA/DIETMAR STIPLOVSEK
Altach möchte wieder jubeln, wie hier am 2. März gegen Salzburg

Vor dem Auftakt zur Qualifikationsgruppe verspürt Mattersburg-Coach Franz Ponweiser ein Gefühl zwischen Vorfreude und Unsicherheit. "Wir sind froh, dass es wieder losgeht, aber wir wissen nicht, wo wir stehen. Diesbezüglich ist es vielleicht sogar noch schlimmer als vor einem Saisonstart, weil wir praktisch zwölf Wochen Pause ohne Spielrhythmus hatten", sagte der 44-Jährige.

Das einzige Testmatch seiner Truppe brachte ein 0:3 beim WAC. "Da haben wir in zehn Minuten mehrere ganz dumme Fehler gemacht, ansonsten aber in vielen Phasen gut gespielt", analysierte Ponweiser.

Der SVM liegt vor den letzten zehn Runden als Vorletzter einen Punkt vor Schlusslicht SKN St. Pölten, Spitzenreiter Austria ist ebenso wie das zweitplatzierte Altach drei Zähler entfernt. "Unser Fokus liegt darauf, so schnell wie möglich von unten wegzukommen", betonte Ponweiser.

Der Betreuer stellte seine Mannschaft in mehreren Gesprächen auf die ungewohnte Atmosphäre eines Geisterspiels ein. "Es wird darauf ankommen, welche Mannschaft mit der Stille besser zurechtkommt, und es wird sich zeigen, welche Spieler mehr Verantwortung übernehmen", meinte Ponweiser, der sich auf interessante Beobachtungen gefasst macht. "Spieler, die bei Publikum gehemmt sind, werden vielleicht befreit aufspielen. Andere, die Stimmung im Stadion brauchen, müssen eine besondere Motivation entwickeln."

Während der SVM-Coach personell aus dem Vollen schöpfen kann - auch die vor der Pause verletzten Leistungsträger Jano und Andreas Gruber meldeten sich fit -, muss Altach-Trainer Alex Pastoor eine Stammkraft vorgeben. Goalie Martin Kobras fehlt wegen einer Sperre, für ihn steht Benjamin Ozegovic im Tor. "Er hat eine gute Entwicklung genommen. Wir haben vollstes Vertrauen in ihn", meinte der Niederländer.

Pastoor reist mit seinem Team erst am Spieltag mit einem Charter vom deutschen Flughafen Memmingen nach Wien-Schwechat. Von dort geht es weiter ins Burgenland, wo der Grundstein zu einer Teilnahme am Europa-League-Play-off gelegt werden soll. Dafür müssten die Vorarlberger die Qualifikationsgruppe zumindest als Zweiter beenden. "Wir haben jetzt in 32 Tagen 10 Spiele - hoffentlich danach noch drei -, deshalb müssen wir die Belastung der Spieler gut steuern", sagte Pastoor.

Quelle: APA

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