Bundesliga

Mattersburg und Hartberg wollen Fehlstart vermeiden

Der SV Mattersburg und TSV Hartberg sind im "echten Leben" angekommen. Der verpatzte Auftakt in die Qualifikationsrunde der Fußball-Bundesliga in Altach (1:2) und gegen Wacker Innsbruck (0:2) soll für beide Mannschaften ein Warnschuss zur rechten Zeit gewesen sein.

Hartberg mit guter Erinnerung an Mattersburg SN/APA/EXPA/DOMINIK ANGERER
Hartberg mit guter Erinnerung an Mattersburg

"Wir müssen uns der Situation bewusst sein, dass es ganz hauteng für alle wird", meinte Mattersburg-Trainer Klaus Schmidt. "Jetzt heißt es zu punkten." Schmidt erwartete gegen die nur einen Zähler zurückliegenden Steirer einen weiteren harten Infight. "Wir sind zuletzt im echten Leben angekommen. Das jetzt wird ein Spiel ums Überleben". Seine zweitplatzierte Truppe trennen nur vier Punkte von Schlusslicht Admira. "Das Bewusstsein dafür ist da. Die Ernsthaftigkeit im Training auch."

Zum siebenten Platz zu schielen, der etwa von Konkurrent Rapid wegen der Möglichkeit eines internationalen Startplatzes anvisiert wird, ist Schmidts Sache nicht. "Wenn man sieht, wie oft man gewinnen müsste und wie man dann darum spielt - drei Tage später hier und am fünften Tag dort und am siebenten wieder hier. Das ist die schöne Mär von einer Geschichte, die in Wahrheit eine Augenauswischerei ist."

Die Niederlage im Ländle soll für Mattersburg ein Ausreißer im Frühjahr sein. "Nach fünf Runden wieder einmal zu verlieren ist kein Beinbruch", sagte Schmidt, dessen Mannschaft von Verletzungen geplagt ist. Gleich acht Spieler könnten für die Partie verletzt oder gesperrt ausfallen, darunter Philipp Prosenik, dem nach einer Impressionsfraktur im Knie das vorzeitige Saisonende droht. "Wir haben noch 13, 14, die fit sind und auf die man sich auch verlassen kann."

Das ganz große Grübeln gibt es bei Samstagsgegner Hartberg auch nach neun sieglosen Partien in Folge nicht. "Wir haben neunmal nicht mehr gewonnen, aber auch nicht neunmal verloren", erklärte Trainer Markus Schopp angesichts der fünf Remis. "Es ist nicht so, dass wir komplett weit weg von Siegen wären."

In der Vorwoche sah der frühere ÖFB-Teamspieler gegen Wacker Innsbruck eine der schwächsten Saisonvorstellungen. "Wir dürfen nicht so blauäugig sein, wir waren viel zu fehleranfällig. Wir müssen von Beginn an mit der gleichen Ernsthaftigkeit wie die restlichen Mannschaften in der Qualifikationsgruppe antreten." Er habe das Gefühl, dass die Botschaft klar angekommen sei. "Das darf und wird uns auch nicht mehr passieren."

Der letzte Sieg datiert vom 11. November, als die Steirer just auswärts bei Mattersburg 1:2 gewonnen haben. Auch den ersten Saisonvergleich hat die Schopp-Truppe 4:2 gewonnen. "Wir haben in beiden Spielen sehr gut gespielt, haben gewusst, dass da einfach massive Physis im Einsatz ist und unser eigenes Spiel durchgezogen. Das braucht es am Samstag wieder", forderte Schopp, der auf den gesperrten Kapitän Siegfried Rasswalder verzichten muss.

Quelle: APA

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