Bundesliga

Meistergruppe ohne Ried: 2:2 gegen Sturm zu wenig

Die SV Ried hat die vorzeitige Krönung ihrer Saison mit dem Einzug in die Meistergruppe der Fußball-Bundesliga verpasst. Ein turbulentes 2:2 (0:0) gegen Sturm Graz zum Abschluss des Grunddurchgangs in der Fußball-Bundesliga war für die zuhause weiter ungeschlagenen Oberösterreicher am Sonntag zu wenig für den Coup. Für Ried geht es in der Qualifikationsgruppe weiter. Wenige Minuten fehlten dem Aufsteiger von 2020 zum Glück.

Punkteteilung war für Ried zu wenig SN/APA/EXPA/ROLAND HACKL/EXPA/ROLAN
Punkteteilung war für Ried zu wenig

Stefan Nutz (47.) und Leo Mikic (78.) ließen die Innviertler gleich zweimal hoffen. Ein Sieg hätte die fixe Teilnahme am elitären Sechserfeld bedeutet. Doch die zweitplatzierten Grazer fanden durch Manprit Sarkaria (66.) und Gregory Wüthrich (87.) jeweils eine Antwort. Ried beendete den Grunddurchgang als Siebenter, einen Punkt hinter Austria Klagenfurt.

Am Willen der "Wikinger" scheiterte es nicht. Nene Dorgeles näherte sich beim druckvollen Beginn mit einem zentralen Schuss auf Sturm-Goalie Jörg Siebenhandl erstmals an (3.). Dann traf Philipp Pomer, nachdem die Gäste-Abwehr gleich mehrmals nicht klären können hatte, doch der Treffer zählte aufgrund einer Abseitsstellung von Flankengeber Ante Bajic nicht (9.).

Vor 5.112 Zuschauern kontrollierten die Heimischen zunächst das Geschehen. Die Grazer kamen ohne den mit Rückenproblemen fehlenden Jakob Jantscher offensiv erst nach einer Viertelstunde in der Partie an. Jungstar Rasmus Höjlund trat in der 28. Minute in Erscheinung, wurde im Abschluss aber von Luca Meisl geblockt. Der Nachschuss des wuchtigen Dänen landete in den Wolken.

Die Grazer hielten nun auch "energetisch" (Christian Ilzer) im zweikampfintensiven Vergleich mit, bei einem Kopfball von David Affengruber fehlte nicht viel (30.). Kurz vor dem Halbzeitpfiff wackelte im Sturm-Strafraum die Latte: Nach einem klaren Foulspiel an Andreas Kuen streifte der Kopfball von Tin Plavotic das Metall (45.+1). Ein Distanzschuss von Marcel Ziegl unterstrich das Rieder Chancenplus (45.+5).

Die Spielvereinigung belohnte sich wenige Augenblicke nach Wiederbeginn: Mikic brachte den Ball zur Mitte, wo Nutz Zeit und Raum nutzte und Siebenhandl aus kurzer Distanz bezwang. Der Schuss wurde von Alexander Prass entscheidend abgefälscht (47.).

Sturm-Trainer Ilzer reagierte, brachte mit dem zuletzt erkrankten Sarkaria ein kreatives Element (53.). Dieser trat kurz darauf als Vollstrecker nach Höjlund-Vorarbeit in Erscheinung. Der Flachschuss von innerhalb des Strafraums hinterließ einen chancenlosen Samuel Sahin-Radlinger (66.).

Eine gewisse Rieder Schockstarre war zu bemerken. Nicht aber bei Mikic, der einen Sololauf durch die Sturmdefensive mit dem passenden Abschluss finalisierte (78.).

Nach einem Ausflug von Sahin-Radlinger platzte aber noch der Traum: Der Goalie touchierte Anderson Niangbo an der Schulter und flog mit Rot vom Platz (81.). Und Ersatzgoalie Christoph Haas musste schon kurz darauf hinter sich greifen. Sturm-Verteidiger Wüthrich bewies wie zuletzt gegen Hartberg aus kurzer Distanz seinen Torriecher (87.). Beide Teams spielten im Finish auf Sieg. Das eröffnete Räume, doch es blieb bei allem Rieder Engagement beim 2:2.

Aufgerufen am 17.05.2022 um 04:01 auf https://www.sn.at/sport/fussball/bundesliga/meistergruppe-ohne-ried-22-gegen-sturm-zu-wenig-118050736

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