Bundesliga

München-Pechvogel Wöber erlöste Red Bull Salzburg

Maximilian Wöber köpfelte Red Bull Salzburg zum 1:0-Sieg gegen Sturm Graz. Dabei spielte der VAR eine entscheidende Rolle. Zwei Elfer für die Grazer wurden zu Recht zurückgenommen.

Max Wöber trifft zum 1:0. SN/APA/KRUGFOTO
Max Wöber trifft zum 1:0.

In den Gruppenspielen der Champions League im Herbst 2021 und auch im Heimspiel im Achtelfinale in der Königsklasse des europäischen Fußballs gegen Bayern München war Red Bull Salzburg ungeschlagen geblieben. Die Heimstärke der Bullen ist überwältigend: Die Truppe von Trainer Matthias Jaissle war saisonübergreifend schon seit 26 Pflichtspielen zu Hause ungeschlagen (23 Siege, 3 Remis). Und auch zum Auftakt der Meistergruppe 2022 im Spitzenspiel der Liga blieben die Salzburger beim 1:0 gegen Sturm Graz erfolgreich.

Ohne den verletzten Mittelfeldmotor Mohamed Camara hatten die Bullen gleich in den ersten Minuten zwei Schrecksekunden zu überstehen. Prass und zwei Mal Højlund tauchten nicht ungefährlich vor dem Tor des Tabellenführers auf. Sturm setzte die Bullen gehörig unter Druck, wirkte wacher und aggressiver als die Salzburger, die in der ersten Viertelstunde offensiv keine Akzente setzen konnten. Erst in der 16. Minute zeigten die Bullen, dass sie auch im Spiel sind. Ulmer flankte auf Adamu, der knallte den Ball aber volley über das Tor. Und einem Treffer von Adeyemi wurde wegen Abseits die Anerkennung verwehrt (27.). Die Truppe von Trainer Matthias Jaissle kommt besser ins Spiel, aber ist ziemlich weit davon entfernt, die Partie klar zu dominieren. Sturm konnte den Titelfavoriten einigermaßen ärgern und profitierte auch von vielen unnötigen Ballverlusten der Bullen.

Und doch hätte Salzburg mit einer Führung in die Pause gehen können. Nach einem Freistoß von Sučić ging der Ball bei einem Kopfball von Adeyemi ganz knapp am Tor vorbei (40.). Nach anfänglichen Problemen bekamen die Salzburger die Partie besser in den Griff. Daher kam es auch nicht sonderlich überraschend, dass die Bullen schon kurz nach der Pause in Führung gingen. Seiwalds Ecke köpfelte Solet an die Latte, Wöber staubte per Kopf ab (55.). Ein Treffer, der Balsam auf Wöbers Wunden sein wird. Hatte er doch bei der Pleite gegen die Bayern einen schwarzen Tag erwischt. Die Chance auf den Ausgleich verhinderte dann der VAR, auch zu Recht. Seiwald war der Ball vom Schienbein an die Hand gesprungen. Referee Muckenhammer hatte sofort auf den Punkt gezeigt, korrigierte aber dann seine Entscheidung (60.). Nach dem 1:0 kam der Meister richtig auf Touren. Bernede und Sesko vergaben die besten Möglichkeiten. Dann retteten Torhüter Köhn und noch einmal zu Recht der VAR die Bullen. Nach einem Handspiel von Ulmer hatte Muckenhammer Elfer gepfiffen, revidierte aber seine Entscheidung zum zweiten Mal. Bitter für Sturm, aber regelkonform. Das sah auch Salzburgs Seiwald so.

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