Bundesliga

Neo-Sportchef Möckel: Altach eine "Herzensangelegenheit"

Altachs neuer Sportdirektor Christian Möckel hat am Mittwoch seinen ersten offiziellen Auftritt beim Fußball-Bundesligisten absolviert. Der Deutsche untermauerte seine Ambitionen. "Ich weiß, was der Verein möchte, ich weiß, was ich möchte. Das deckt sich zu nahezu hundert Prozent", sagte Möckel. Der 46-Jährige soll vor allem im Scouting-Bereich und in der Talentförderung sein Know-how einbringen.

"Wir waren der Überzeugung, dass wir uns weiterentwickeln müssen, neue Akzente setzen müssen. Aufgrund der Erfahrung, die Christian Möckel mitbringt, war es klar, dass das der Weg sein könnte, den wir gehen wollen", sagte Altach-Präsident Peter Pfanner. Es wäre wichtig, schon früh anzufangen, Spieler zu entwickeln. Dafür gelte es auch, strukturelle Veränderungen herbeizuführen. Möckel sei diesen Tätigkeiten schon bei renommierten Vereinen in Deutschland nachgegangen.

Der in Chemnitz geborene Möckel arbeitete bei TSG 1899 Hoffenheim (2006 bis 2010) unter Ralf Rangnick im Bereich Sportmanagement und Scouting. Beim 1. FC Nürnberg war er Chefscout (2010 bis 2015), ehe er bei Hannover 96 den Posten als Sportlicher Leiter (bis 2017) innehatte. Für Altach habe er sich nach drei intensiven Gesprächen entschieden, berichtete Möckel. "Ich habe nach jedem gesagt: Ja, das fühlt sich gut an." Den Verein und die österreichische Liga kenne er bereits länger, er habe Altach schon vor zwei Jahren besucht, verriet der ehemalige Fußball-Profi. Der Job sei für ihn eine "Herzensangelegenheit".

Er wolle das bereits geschaffene Fundament perfektionieren und ein Stück weit weiterentwickeln, umriss Möckel seine Zielsetzung. "Bei meinen vorherigen Stationen war es auch immer Teil meiner Aufgabe, die Verzahnung zwischen Nachwuchs- und Profiabteilung zu schaffen. Dies sehe ich auch in Altach als elementare Aufgabe", sagte Möckel. Darüber hinaus wolle er ein Scouting-Netzwerk aufbauen, um möglichst frühzeitig Spieler für den Verein zu identifizieren.

Die Verpflichtung des ehemaligen deutschen Teamspielers Sidney Sam war bereits Möckels Verdienst. Ob zum Zehnten der Bundesliga noch Spieler stoßen werden, blieb offen: "Wir sind immer mit offenen Augen und Ohren unterwegs. Ob wir noch Verstärkung holen, kann ich zum jetzigen Zeitpunkt aber nicht beantworten."

Bei Altach war die Ära von Georg Zellhofer als Sportdirektor nach sieben Jahren Ende September zu Ende gegangen. Möckel tritt das Amt offiziell am 1. November an, sein Vertrag läuft bis Sommer 2021.

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