ÖFB Cup

ÖFB-Cupfinale: Red Bull Salzburg jubelt nach 5:0-Erfolg über den Titel

In 46 Ländern der Welt, von Australien bis in die USA, war der 5:0-Sieg von Red Bull Salzburg im ÖFB-Cupfinale gegen Austria Lustenau zu sehen. Die Titelparty fiel jedoch schaumgebremst aus.

Gespenstische Stimmung im Klagenfurter Wörthersee-Stadion: Ganz ohne Zuschauer ist ein Fußballspiel eben nur halb so elektrisierend. Ein Sieg ist dennoch gleich viel wert, in einem Finale sowieso. Titelverteidiger Red Bull Salzburg kürte sich am Freitagabend gleich im ersten Pflichtspiel nach der Coronapause zum ÖFB-Cupsieger. Mit einem 5:0 (2:0) machten die Bullen das Finalduell gegen den Zweitligisten Austria Lustenau zu einer klaren Angelegenheit. Nie war der Sieg der Salzburger gefährdet, nie kamen Zweifel auf, wer in diesem Duell der David und wer der Goliath ist.

Den Cup-Triumph der Salzburger, den bereits sechsten seit 2014, bekamen weltweit nicht weniger als 46 Länder serviert. Sie haben sich die Übertragungsrechte an dem ersten Titelspiel in Europa nach der Wiederaufnahme des Spielbetriebs gesichert. Vor den TV-Geräten saß also ein Millionenpublikum, im Stadion selbst waren es gerade einmal 200 akkreditierte Personen, die sich wenig überrascht zeigten, dass Red Bull Salzburg auch nach der zweieinhalbmonatigen Pause nichts von seiner Dominanz eingebüßt hat.

Bei einem ersten Warnschuss von Hee-Chan Hwang konnte Lustenaus 21-jähriger Ersatzkeeper Florian Eres noch parieren. Bei einem perfekt getretenen Freistoß von Dominik Szoboszlai zum 1:0 war er dann aber machtlos. Beim Torjubel bildeten die Bullen einen Kreis mit Sicherheitsabstand. Abgeklatscht wurde mit den Ellbogen. Die Szenerie wiederholte sich nur zwei Minuten später bei einem Eigentor von Dominik Stumberger nach einem missglückten Abschlag von Torhüter Eris. Salzburgs Mittelfeldspieler Noah Okafor erhöhte nach einem Szoboszlai-Assist auf 3:0. Wieder war dem Treffer ein individueller Fehler der Lustenauer vorausgegangen. Der völlig unbedrängte Majeed Ashimeru traf aus größerer Distanz zum 4:0 und der kurz zuvor eingewechselte Sekou Koita sorgte nach einem Adeyemi-Pass für den 5:0-Endstand. Dieses Tor hätte aufgrund eines Handspiels von Koita nicht zählen dürfen, aber das kümmerte zehn Minuten vor Schluss in dem menschenleeren Wörthersee-Stadion niemanden mehr.

Die Salzburger jubelten über ihren nächsten Cup-Titel und polierten die ohnehin schon strahlende Bilanz weiter auf. Von den letzten 38 Bewerbsspielen gewannen die Bullen 37. Torverhältnis 133:15! Trotz dieser preisgekrönten Historie gab es für einen Bullen auch eine Premiere: Trainer Jesse Marsch holte seinen ersten Titel in Europa, nachdem er als Spieler vier Mal den US-Pokal gewonnen hatte.

Red Bull Salzburg - Austria Lustenau 5:0 (2:0). Tore: Szoboszlai (19.), Stumberger (21. Eigentor), Okafor (53.),
Ashimeru (65.), Koita (79.).

Gelbe Karten: Vallci bzw. Tiefenbach. SR Muckenhammer.

Das Cupfinale im SN-Liveticker zum Nachlesen:

 

 

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