Bundesliga

ÖFB-Cup: Sturm Graz souverän, Ried und WAC mussten Überstunden machen

Die Pflichtspiel-Premiere von Christian Ilzer als Trainer von Sturm Graz ist geglückt. Der steirische Bundesligist fertigte den Viertligisten SV Innsbruck am Freitag in der 1. ÖFB-Cup-Runde in der Merkur Arena mit 8:0 ab. Deutlich mehr Mühe hatte die SV Ried, die erst im Elfmeterschießen beim FC Gleisdorf mit 5:3 gewann. Der WAC rang den SC Neusiedl am See mit 5:2 nach Verlängerung nieder.

Sturm verzeichnete vor rund 1.000 Zuschauern einen Traumstart, Bekim Balaj traf schon in der vierten Minute. Nach einem Eigentor von Rene Waldhart (9.) erhöhte mit Jon Gorenc Stankovic (14.) ein Sommer-Zugang per Kopf auf 3:0. Alle drei Treffer wurden vom wiedererstarkten Jakob Jantscher vorbereitet. Balaj mit seinem zweiten Treffer (28.) und Kevin Friesenbichler (34.) legten noch vor dem Seitenwechsel nach.

In der zweiten Hälfte ging es die Ilzer-Truppe etwas ruhiger an, Stefan Hierländer (66.), Sebastian Zettl (82.) und Dreifach-Torschütze Balaj (86.) trugen sich trotzdem noch in die Schützenliste ein. Auch, weil die Tiroler nach einer Roten Karte für Waldhart ab der 74. Minute in Unterzahl agierten. "Wir haben einen klaren Sieg mit einem souveränen Spiel eingefahren. Es war von der ersten Minute weg ein angenehmes Debüt", sagte Ilzer im ORF-Interview.

Ried konnte nach dem fixierten Bundesliga-Aufstieg nur knapp einen kapitalen Fehlstart in die neue Saison verhindern. Gegen Regionalligist Gleisdorf war es nach 90 und 120 Minuten nach einem Eigentor von Gleisdorfs Manuel Suppan (45.) bzw. einem Treffer von Mark Grosse (54.) 1:1 gestanden.

Grosse hätte beinahe auch in der Nachspielzeit der regulären Spielzeit das 2:1 erzielt, scheiterte allerdings an der Stange. Auch deshalb blieb die Sensation aus. In der Entscheidung vom Punkt behielt der von Gerald Baumgartner gecoachte Favorit die Nerven. Canillas, Marco Grüll, Daniel Offenbacher, Marcel Ziegl und Murat Satin trafen. Goalie Samuel Sahin-Radlinger hielt den Elfmeter von Suppan und hatte damit ebenfalls Anteil am Aufstieg.

Ebenfalls ungewollte Überstunden musste Europa-League-Starter WAC machen, da Neusiedls Niklas Sommerer in der 90. Minute der 2:2-Ausgleich glückte. Zuvor hatten Marc Andre Schmerböck (22.) und Cheikhou Dieng (57.) bzw. aufseiten des Regionalligisten Kapitän Patrick Kienzl (64./Elfmeter) getroffen.

In der Verlängerung war der Drittligist allerdings mit den Kräften am Ende. Da sorgten Dieng mit seinem zweiten Tor (96.), Kapitän Michael Liendl (100.), der in der 52. Minute einen Elfmeter vergeben hatte, und Lukas Schöfl (102.) noch für klare Verhältnisse. "Wenn wir es positiv sehen, war es ein guter Test, und wir haben gesehen, dass wir fit sind. Das ist aber schon der einzige positive Aspekt, den wir da mitnehmen können", war WAC-Trainer Ferdinand Feldhofer nicht erfreut.

Nicht zittern musste die Admira, die beim Regionalliga-Verein WSC Hertha Wels mit 3:0 siegreich blieb. Matchwinner war der 18-jährige serbische Mittelfeldspieler Aleksandar Cirkovic mit einem Triplepack (4., 29., 89.). Die 1. Runde wird am Samstag und Sonntag mit weiteren Partien fortgesetzt.


Quelle: APA

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