Bundesliga

Ponweiser gibt Liga-Premiere auf SVM-Bank gegen Hartberg

Mattersburgs Neo-Coach Franz Ponweiser will seine Amtszeit bei den Burgenländern mit einem Sieg einläuten. Der SVM bestreitet das Auftaktspiel der neuen Bundesliga-Saison am Sonntag (17.00 Uhr) mit einem Heimauftritt gegen den TSV Hartberg. Während die Mattersburger das obere Play-off als erstes Saisonziel ausgegeben haben, kam bei den Oststeirern nur der Klassenverbleib zu Wort.

Ponweiser beim Trainingsauftakt im Juni SN/APA (Expa)/EXPA/MICHAEL GRUBER
Ponweiser beim Trainingsauftakt im Juni

Bei Ponweiser, der Mitte Juni den abgangswilligen Klaus Schmidt ersetzte, stellte sich wenige Tage vor dem Spiel bereits das "Kribbeln" ein. "Das kann man nicht ganz ausblenden", meinte der ehemalige Akademie-Leiter, der beim SVM nun auch den Sportdirektor gibt. Gegen Hartberg werde es kein einfaches Spiel. "Sie haben weiter gute Spieler in den Reihen. Und es ist schwierig zu beurteilen, wie sie auf die Cup-Niederlage reagieren."

Mattersburg beendete die Sommer-Vorbereitung nach fünf Testspielen sieglos. Dafür schossen sich Patrick Bürger und Co. im ÖFB-Cup gegen Pinkafeld mit einem 10:0 warm. Hartberg unterlag in der ersten Bewerbsrunde indes als einziger Erstligist im Elferschießen beim Regionalligisten Wiener Viktoria. Der eigene Auftritt gefiel Ponweiser: "Die Art und Weise war beeindruckend. Aber wir wissen, dass es gegen Hartberg ein ganz anderes Spiel wird."

In der vergangenen Saison gewannen die Steirer drei der vier Duelle. Die Burgenländer präsentierten sich in jüngster Zeit jedoch wieder mit echter Heimstärke. Seit einem 1:2 gegen die Hartberger am 11. November des Vorjahres sind sie im Pappelstadion in neun Partien ungeschlagen. Fünf davon gewann Mattersburg. Auch der einzige Saisonsieg gegen Hartberg fiel in diese Phase, Anfang April gewannen die Hausherren mit 3:0.

Im Unterschied zu Ponweiser kennt Markus Schopp Duelle mit Mattersburg. Der Ex-Teamspieler ist der einzige Trainer der gesamten Bundesliga, der schon vergangene Saison von Start weg dabei war. Trotz des Hochs im Herbst 2018 schaffte Hartberg im Frühjahr erst am letzten Drücker den Klassenverbleib. Ein ähnliches Zittern wollen sich die Oststeirer künftig ersparen. "Das Ziel muss wieder Klassenerhalt heißen. Man muss einfach die Kirche im Dorf lassen", betonte Schopp vor dem Saisonstart. "Ich sehe unsere Möglichkeiten und ich sehe jene der Konkurrenz. Wir müssen uns von Anfang an auf einen Kampf einstellen."

Hartberg holte im Transferfenster bisher über ein halbes Dutzend Neue. Mit Stefan Rakowitz, Tomas Ostrak, Felix Luckeneder, Andreas Lienhart und Christian Klem könnten fünf davon in der Startelf stehen. Luckeneder drohte aufgrund einer Bänderblessur im Knöchel auszufallen. Darüber hinaus stand Hartberg vor der Verpflichtung von Bakary Nimaga, eines 24-jährigen Mittelfeldspielers aus Mali. Ein Stürmer wird noch gesucht.

Schopp sieht sein Team vor dem Wiederanpfiff in der Liga auch als gereifter. "Dieses Unbekümmerte, dass wir teilweise naiv waren, das ist, denke ich, jetzt nicht mehr der Fall", sagte der 45-Jährige. Hartberg konnte als Verein in der abgelaufenen Saison sehr viel lernen. "Das haben wir diese Saison auf unserer Seite."

Quelle: APA

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