Der Profifußball dient in der Coronakrise als Speerspitze

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Pro Michael Unverdorben

Exakt zwei Monate ruht der Ball in der Bundesliga und kein einziger Tag dieser virusbedingten Zwangspause war zu viel. Nun aber, nachdem sich das Leben Stück für Stück wieder der Normalität nähert, darf, nein, muss man auch im Sport darüber nachdenken, wie man sprichwörtlich wieder in Bewegung kommt. Im Spitzensport genauso wie im Breitensport. Der österreichische Fußball, international oft genug belächelt und kleingeredet, hat hier als eine der ersten europäischen Ligen ein mustergültiges Konzept vorgelegt. Damit kann nicht nur die Saison im heimischen Profifußball gerettet werden, das Konzept mit Geisterspielen und flächendeckenden Coronatestungen dient auch als Vorlage für alle anderen Sportarten. Ja, die Gesundheitsbedenken sind nach wie vor groß und von Kritikern wird gern der Vorwurf eingebracht, dass sich der Fußball hier zu wichtig nehme. Aber was sollte sich an der allgemeinen Situation ändern, wenn die Saison im Juli von Neuem beginnen soll? Wenn spätestens im Herbst das große Vereinssterben einsetzt? Wenn Kindern noch über Monate hinweg jede Möglichkeit für organisiertes Training genommen wird? Deshalb braucht es diese Konzepte für den Sport und braucht es vor allem den Fußball als Speerspitze.

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