Bundesliga

Rapid, Austria Wien und Klagenfurt in Meistergruppe

Rapid sowie die beiden Austrias aus Wien und Klagenfurt haben sich am Sonntag in der finalen Grunddurchgangsrunde der Bundesliga die letzten Plätze in der Meistergruppe gesichert. Die Wiener Austria holte sich mit einem 2:1 bei der Admira Platz vier, Rapid rangiert nach einem Heim-3:0 gegen Klagenfurt auf Rang fünf. Der Aufsteiger sicherte sich dennoch Platz sechs, weil Ried im Heimspiel gegen Sturm nur 2:2 spielte. Der WAC besiegte den LASK 1:0, Hartberg unterlag Tirol 0:1.

Harte Zweikämpfe in der Südstadt: Mustapha (l.) und Demaku SN/APA/EXPA/THOMAS HAUMER/EXPA/THOM
Harte Zweikämpfe in der Südstadt: Mustapha (l.) und Demaku

Nun wird die Liga nicht nur zweigeteilt, auch die bisher gesammelten Punkte werden durch zwei dividiert und im Fall der Fälle abgerundet. Salzburg hat dann 27 Punkte am Konto, Sturm und der WAC je 18. Dahinter folgen die Wiener Austria (16), Rapid und Klagenfurt (je 15). In der Qualigruppe hat Ried 14, der LASK 12, die WSG Tirol und Hartberg je 11, die Admira 10 und Altach 6 Zähler.

Lange Zeit zittern musste die Wiener Austria. Denn die Admira war aus einer perfekt ausgeführten Standardsituation früh in Führung gegangen, Wilhelm Vorsager traf in der 7. Minute per Kopf. Die Austria tat sich in der Folge schwer, kam aber durch Alexander Grünwald (64.) nicht unverdient zum Ausgleich. Der eingewechselte Romeo Vucic besorgte in der 82. Minute mit seinem ersten Bundesliga-Tor den Siegtreffer. Die Südstädter sind damit bereits 13 Spiele in Folge - seit einem 2:1-Heimsieg am 24. Februar 2018 - gegen die Wiener sieglos und gehen als Vorletzter in die Qualifikationsgruppe.

Matchwinner beim 3:0 Rapids gegen Klagenfurt war Bernhard Zimmermann mit einem Doppelpack (15., 57.) Der 20-jährige Zimmermann, der seit Sommer 2020 für Rapid tätig ist, durfte nach vier Treffern für die zweite Mannschaft in der 2. Liga in dieser Saison über seine ersten beiden Tore bei den Profis überhaupt jubeln. Und das zum besten Zeitpunkt und nur wenige Tag nach seiner bekannt gewordenen Vertragsverlängerung bis 2025. Für den Schlusspunkt sorgte Ferdy Druijf (95.), auch für den Niederländer war es der Premierentreffer in der Liga.

Die SV Ried hat die vorzeitige Krönung ihrer Saison mit dem Einzug in die Meistergruppe hingegen verpasst. Ein turbulentes 2:2 gegen Sturm Graz zum Abschluss des Grunddurchgangs war für die zuhause weiter ungeschlagenen Oberösterreicher am Sonntag zu wenig für den Coup. Stefan Nutz (47.) und Leo Mikic (78.) ließen die Innviertler gleich zweimal hoffen. Ein Sieg hätte die fixe Teilnahme am elitären Sechserfeld bedeutet. Doch die zweitplatzierten Grazer fanden durch Manprit Sarkaria (66.) und Gregory Wüthrich (87.) jeweils eine Antwort. Wenige Minuten fehlten dem Aufsteiger von 2020 also zum Glück.

In einem fürs Meister-Playoff bedeutungslosen Spiel kehrte der WAC erstmals seit drei Runden auf die Siegerstraße zurück. Die Kärntner besiegten am Sonntag in der 22. Runde den LASK trotz verschlafener erster Halbzeit mit 1:0 (0:0). Thorsten Röcher (52.) erzielte das einzige Tor in einer Partie mit zwei konträren Hälften. Damit gewann das Team von Trainer Robin Dutt auch das zweite Saisonduell gegen die Oberösterreicher.

Die WSG Tirol feierte derweil einen glücklichen 1:0-Auswärtserfolg beim TSV Hartberg und sammelte somit noch drei wichtige Zähler vor der Punkteteilung. Bror Blume erzielte schon früh das Tor für die Wattener (5.), die damit erstmals seit Ende November wieder in der Liga gewannen und in der Tabelle an den Hartbergern vorbeizogen. Die Steirer bleiben hingegen in diesem Frühjahr weiter sieglos.

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