Bundesliga

Rapid beendete "herrliche Woche" mit Sieg in Innsbruck

Zwei Siege zum Start der Qualifikationsgruppe der Fußball-Bundesliga, Einzug ins ÖFB-Cup-Finale: Für Rapid läuft es dieser Tage absolut rund. Mit Christopher Dibon und Deni Alar fixierten zudem zwei Akteure den 2:0-Sieg bei Wacker Innsbruck am Samstag, die zuletzt wenig Spielpraxis hatten. "Wir haben drei erfolgreiche Spiele gehabt, es war eine herrliche Woche", bilanzierte Dibon im Sky-Interview.

Die Hütteldorfer haben mit dem Abstiegskampf wohl nichts mehr am Hut SN/APA/EXPA/STEFAN ADELSBERGER
Die Hütteldorfer haben mit dem Abstiegskampf wohl nichts mehr am Hut

Der 28-jährige Innenverteidiger spielte zum ersten Mal seit der 1:6-Derby-Schlappe bei der Austria am 16. Dezember 2018 und traf erstmals seit 28. Mai 2017 (2:1 gegen St. Pölten). "Nach so einer langen Leidenszeit zurückzukommen, ein Tor zu machen und das Spiel zu gewinnen. Viel besser geht es nicht", resümierte Dibon. Während der Innenverteidiger gute Aussichten auf einen Stammplatz hat, schaut die Situation bei Alar anders aus. Der Stürmer wird sich trotz seines ersten Treffers seit 2. September 2018 weiter hinter Aliou Badji und Andrija Pavlovic anstellen müssen.

"Es ist eine harte Situation", sagte Alar. Sein Selbstvertrauen hat der Ex-Sturm-Angreifer aber nicht verloren. "Ich weiß, dass ich zu den besten Stürmern der Liga gehöre", verlautete der 29-Jährige. Abwanderungsgelüste äußerte er nicht. "Ich arbeite hart und warte auf meine Chance", so der Stürmer. Coach Dietmar Kühbauer freute sich über Alars Tor: "Deni hat keine schöne Zeit im Moment, er hat sich selbst die größte Freude gemacht."

Alar machte in der 88. Minute kurz nach seiner Einwechslung den Sack zu, zeigte jene Effizienz, die seine Mitspieler, allen voran Christoph Knasmüllner, zuvor vermissen hatten lassen. "Wir haben fahrlässig Chancen vergeben. Ich hätte mir mehr Tore gewünscht, wenn man das Haar in der Suppe sucht", so Rapids Trainer.

Seine Truppe präsentierte sich in der Qualigruppe bisher mit der nötigen Ernsthaftigkeit. Auch die zweite von zehn Hürden wurde genommen, und das wenige Tage nach dem Triumph über den LASK im Elferschießen am Mittwoch im Cup. "Die Siege waren sehr wichtig für jeden für den Schädel", sagte Knasmüllner. Auch Dibon freute sich darüber. "Wir wollten unbedingt eine Serie starten. Jetzt haben wir drei Siege, daran wollen wir nächste Woche anknüpfen", gab der Abwehrspieler die Marschroute vor. Da geht es am Samstag im Allianz Stadion gegen Mattersburg.

Es ist eine richtungsweisende Partie im Kampf um den Europa-League-Play-off-Platz. Mit einem Sieg würden die Wiener dem ersten Verfolger um fünf Punkte enteilen. "Ich bin froh, dass wir jetzt einmal regenerieren und uns eine ganze Woche vorbereiten können. Wir freuen uns auf die Aufgabe", sagte Kühbauer. Für den SVM hat nach wie vor die Fixierung des Klassenerhalts Priorität. "Durch den Sieg haben wir viel Luft nach unten, wir denken jetzt aber nicht an Europa", erläuterte Martin Pusic.

Der 31-jährige Stürmer erzielte beim 3:0-Heimsieg gegen Hartberg seinen ersten Bundesliga-Doppelpack und seine Saisontore sechs und sieben. "Gott hat mir die Gabe gegeben, dass ich den Riecher vor dem Tor habe", verlautete Pusic. Er ist nicht der einzige, für den es gut läuft. Der 20-jährige Christoph Halper ist nach einer neuerlich starken Leistung bei den Burgenländern in aller Munde. "Christoph Halper macht Spaß", lobte auch Trainer Klaus Schmidt den Ex-Salzburg-Akademie-Kicker.

Die Hartberger setzten hingegen ihren Negativtrend fort und müssen nach der zehnten sieglosen Runde in Folge mehr denn je um den Klassenerhalt bangen. "Wir befinden uns jetzt in einer herausfordernden Situation, für die wir eine Lösung finden müssen", sagte Coach Markus Schopp nach der "bitteren" Niederlage.

Nur zwei Punkte beträgt der Vorsprung auf das Tabellenende. Das gilt auch für Altach nach einem 1:1 bei der Admira. "In der ersten Hälfte waren wir defensiv okay, aber offensiv zu schwach. In der zweiten Hälfte sind wir viel besser zurecht gekommen", analysierte Altach-Trainer Alex Pastoor, der auch in seiner zweiten Partie ungeschlagen blieb.

Die Admira blieb am Tabellenende. Coach Reiner Geyer war trotzdem nicht unzufrieden. "Es ist ein gerechtes Remis, mit dem ich leben kann", meinte der Deutsche. Die Südstädter zogen nach Punkten mit Innsbruck gleich. Im Lager der Tiroler überwog nach einer defensiv sehr schwachen Vorstellung die Enttäuschung. "Es waren viele Sachen dabei, die uns so nicht passen. Das werden wir ansprechen und versuchen, eine Woche gut zu arbeiten, um es nächste Woche besser zu machen", sagte Thomas Grumser. Der 39-Jährige kassierte im vierten Spiel seiner Amtszeit die dritte Niederlage. Besonders mager ist die aktuelle Heimbilanz von Wacker. In den jüngsten fünf Partien gab es nur einen Punkt und keinen Torerfolg.

Quelle: APA

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