Bundesliga

Rapid gegen Mattersburg im "Do-Or-Die-Spiel" um Aufstieg

Rapid und Mattersburg eröffnen am Dienstag (19.00 Uhr/live frei empfangbar auf Sky Sport Austria) die "Verlängerung" der Fußball-Bundesliga-Saison. Das Duell im Allianz Stadion ist der erste Teil des neuen Europacup-Play-offs der Liga. Der Sieger darf weiter auf den letzten internationalen Startplatz hoffen, der am Donnerstag (heim) und Sonntag (auswärts) im Kampf mit Sturm Graz ausgespielt wird.

Der Sieger bleibt im Rennen um einen Europa-League-Qualiplatz SN/APA (EXPA/Schrötter)/EXPA/FLORIA
Der Sieger bleibt im Rennen um einen Europa-League-Qualiplatz

"Es ist ein Do-Or-Die-Spiel, einer geht weiter, einer ist raus, deshalb hat die Partie genug Brisanz", erläuterte Mattersburg-Trainer Klaus Schmidt. Die Burgenländer landeten in der Qualifikationsgruppe vier Punkte hinter Rapid auf Rang zwei. Auch deshalb sind die Hütteldorfer in einem für Rapid-Trainer Dietmar Kühbauer "ungewöhnlichen Spiel" klar in der Favoritenrolle. "Es ist ein Spiel, in dem wir weiterkommen sollten. Ich will nicht von müssen reden, keinen Druck aufbauen. Ich vertraue auf meine Mannschaft, weil sie von der Qualität über Mattersburg steht", verlautete der Burgenländer.

In den direkten Aufeinandertreffen im Frühjahr konnte sich jeweils das Heimteam durchsetzen. Mattersburg gewann am 10. März (2:1) und 18. Mai (1:0), Rapid dazwischen am 13. April (2:1). Zuvor hatten die Hütteldorfer auch im Herbst in Wien (1:0) sowie in einem Elfmeterkrimi (5:4) im Pappelstadion in der 2. ÖFB-Cup-Runde gesiegt. Kein Sieg gelang mit zwei Toren Unterschied, es kündigt sich also eine enge Partie an.

"Die Ergebnisse waren knapp, ich habe uns aber in allen Spielen besser gesehen, abgesehen von dem einen Spiel im Frühjahr, wo der Platz so schlecht war", erläuterte Rapids Trainer. Von Mattersburg erwartete er keine Überraschungen. "Ich gehe nicht davon aus, dass sie mit offenem Visier spielen. Sie werden auf den selben Spielstil setzen wie in den letzten Wochen gegen uns. Das ist auch legitim", sagte Kühbauer. Rapid hat sich damit schwergetan. "Sie sind defensiv robust, haben viele große Spieler, und bei ihnen ist es wirklich so, dass alle zehn Spieler in jeder Minute nach hinten arbeiten, da erspart sich keiner was", rechnete auch Rapid-Kapitän Stefan Schwab neuerlich mit harter Gegenwehr.

Für den Rekordmeister spricht auch der Heimvorteil. "Das ist schon ein großer Vorteil, ich bin sehr optimistisch, dass wir gewinnen", betonte Schwab. Auf ihn wartet bereits das 48. Saison-Pflichtspiel. "Natürlich ist die Saison schon lange, aber das sind noch einmal absolute Endspiele, da kann man noch einmal alles rausholen", sagte der Mittelfeldspieler. Während die Wiener aus dem Vollen schöpfen können, müssen die Mattersburger auf Michael Lercher und Mario Grgic verzichten. Noch schwerer könnte ein Ausfall des Spaniers Jano wiegen. Schmidt wollte erst nach dem Abschlusstraining am Montagabend oder am Spieltag selbst entscheiden, ob die angeschlagene Mittelfeldstütze spielen wird.

Egal ob mit oder ohne Jano hoffen die Gäste wie bei der Generalprobe gegen Rapid vor weniger als zwei Wochen auf ein positives Ergebnis. "Das hat für den Kopf sicher nicht geschadet", so Schmidt. Der Heimvorteil spreche klarerweise für die Wiener. "Sie sehen sich sicher irgendwie im Vorteil, wir haben aber diese Saison schon ein Spiel in Wien gespielt, wo wir uns ganz auf Augenhöhe bewegt haben", meinte der Mattersburg-Coach.

Auch deshalb hat man nach einem "sehr ansprechenden" Frühjahr Lunte gerochen. "Bei Rapid ist der Druck von außen vielleicht größer, aber wir wollen als Mannschaft jetzt auch den nächsten Schritt machen", sagte Schmidt. Auf dem Weg dorthin gelte es vor allem die "Offensivkraft" der Hütteldorfer abzuwehren.

Unabhängig davon, wem der Aufstieg gelingt, muss in der Folge ein Husarenstück gelingen. Sehr zum Ärger von Kühbauer steigt schon weniger als 48 Stunden nach dem Schlusspfiff das erste Duell mit Sturm, dem Fünften der Meistergruppe. "Wir wollen den Aufstieg daher in 90 Minuten schaffen", gab der Rapid-Coach die Marschroute vor. Elfmeter wurden nicht extra trainiert. Bis Montagmittag waren etwas mehr als 11.000 Karten verkauft.

Quelle: APA

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