Bundesliga

Rapid hofft gegen Admira auf ersten Schritt aus dem Tief

Nach den jüngsten Blamagen hofft Rapid am Sonntag im Fußball-Bundesliga-Heimspiel gegen die Admira auf einen ersten kleinen Schritt aus dem Tief. Auch wenn die Ereignisse von Hartberg (0:3) und Villarreal (0:5) wohl noch lange nachwirken werden - ein Sieg über die Admira würde den Hütteldorfern in dieser turbulenten Phase zumindest eine kleine Verschnaufpause bescheren.

Für Rapid kann es nur bergauf gehen SN/APA/HELMUT FOHRINGER
Für Rapid kann es nur bergauf gehen

Für Trainer Dietmar Kühbauer ist die Marschroute klar. "Wir müssen punkten. Es gibt keinen Schönheitspreis zu gewinnen, wir müssen wieder in die Spur", sagte der 47-Jährige. Immerhin habe man die Gelegenheit, schnell eine angemessene Reaktion auf die vergangenen zwei Partien zu zeigen. "Deswegen ist es gut, dass wir gleich wieder ein Spiel haben. Andererseits kann ich in der kurzen Zeit nicht so viel tun, wie vonnöten wäre."

Arbeit wartet auf Kühbauer genug. "Jeder muss sich mehr ins Kollektiv einbringen. Wir müssen die einfachen Dinge besser machen", meinte der Ex-Teamspieler. In diesem Zusammenhang nahm der Coach seine Kicker in die Pflicht. "Die Spieler müssen sich selbst hinterfragen, eine Selbstreflexion wäre nicht schlecht. Dazu braucht man nicht immer den Trainer."

Das 0:5 von Villarreal lag dem Burgenländer auch am Tag danach noch schwer im Magen, radikale Änderungen in der Aufstellung dürften deshalb aber wohl nicht zu erwarten sein. Stammspieler auf die Tribüne zu setzen, sei "populistisch, und ich bin kein Populist. Doch das heißt nicht, dass es nicht einmal passiert. Man muss die Spieler schon fordern."

Eine Forderung Kühbauers ist es, nach einem Rückstand nicht die Nerven wegzuschmeißen. "Mir fehlt der Glaube daran, dass wir zurückkommen können, wenn wir ein Tor kassieren."

Glaubt man der Statistik, dann ist das Szenario eines Admira-Führungstreffers im Allianz Stadion ohnehin nicht allzu realistisch. Von Rapids vergangenen 14 Heimpartien gegen die Südstädter ging nur eines verloren, zudem liegen die Niederösterreicher nach elf Runden auf dem zwölften und letzten Rang - drei Punkte hinter den neuntplatzierten Rapidlern. "Aber es ist völlig egal, wer wo steht. Die Admira hat gegen uns nichts zu verlieren", warnte Kühbauer.

Der Südstädter Coach Ernst Baumeister hat die Krise der Grün-Weißen registriert, will sie aber nicht überbewerten. "Wichtig ist, wie wir auftreten und Rapids Unsicherheit ausnützen können. Außerdem sind wir auch nicht gerade mit Selbstvertrauen gespickt", erinnerte der Trainer des Schlusslichts.

Baumeister geht von einer baldigen Steigerung Rapids aus - eventuell schon am Sonntag. "Sie werden gegen uns sicher anders auftreten als zuletzt. Solche Mannschaften können schnell wieder einen Lauf bekommen."

Für den 61-Jährigen bedeutet das Match ein Wiedersehen mit einem guten alten Bekannten. Ende der 1980er-Jahre spielten Baumeister als Routinier und Kühbauer als Teenager für zwei Jahre gemeinsam bei der Admira und wurden 1989 Vizemeister.

"Mir war damals schon klar, dass er einmal ein Teamspieler werden wird", erklärte Baumeister und berichtete von einem sehr guten Verhältnis der beiden, "wie zwischen Vater und Sohn". Das bestätigte auch Kühbauer. "Er war ein großer Fußballer und ist ein unglaublich guter Mensch", erzählte der Rapid-Betreuer.

Quelle: APA

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