Bundesliga

Rapid leistete sich Selbstfaller - 0:1 gegen Hartberg

Die ohnehin schon kleinen Hoffnungen von Rapid auf den Gewinn des österreichischen Fußball-Meistertitels sind am Sonntag noch einmal kleiner geworden. Die Hütteldorfer kassierten gegen den TSV Hartberg eine 0:1-Heimniederlage und liegen vier Runden vor Schluss sechs Punkte hinter Spitzenreiter Red Bull Salzburg.

Dario Tadic versalzte Rapid in Wien die Suppe SN/APA (Neubauer)/HERBERT NEUBAUER
Dario Tadic versalzte Rapid in Wien die Suppe

Den entscheidenden Treffer erzielte Dario Tadic in der 42. Minute nach einem schweren Fehler von Maximilian Ullmann. Die Hartberger sind damit auch nach vier Liga-Partien im Allianz Stadion ungeschlagen, für Rapid endete eine Serie von vier Siegen in Folge.

Coach Dietmar Kühbauer hatte die angeschlagenen Taxiarchis Fountas und Leo Greiml im Hinblick auf das Duell mit Salzburg geschont und dafür den 17-jährigen Yusuf Demir erstmals in die Startformation beordert. Der Youngster gab in der fünften Minute den ersten Torschuss ab, Hartberg-Goalie Rene Swete hatte jedoch keine Probleme.

Gefährlicher war da schon die erste Chance der Gäste. Nach Kopfballvorlage von Tobias Kainz stand Tadic vor dem leeren Tor, der Goalgetter wurde aber in letzter Sekunde von Dejan Ljubicic am Abschluss gehindert (9.).

Vier Minuten später ließ auch Rapid einen Sitzer aus. Christoph Knasmüllner zog allein Richtung Hartberg-Tor, scheiterte jedoch an Swete. Sekunden später wurde ein Demir-Schuss aus guter Position abgeblockt, in der 32. Minute schoss Stefan Schwab am langen Eck vorbei.

Die entscheidende Szene folgte in der 42. Minute. Ullmann leistete sich einen Aussetzer und servierte den Ball Lukas Gabbichler, der Tadic freispielte - der Stürmer ließ sich diese Gelegenheit nicht entgehen und bezwang Rapid-Schlussmann Tobias Knoflach.

Sekunden nach Wiederanpfiff hatte Demir den Ausgleich auf dem Fuß, als er nach Stanglpass von Thorsten Schick am langen Eck vorbeischoss. In der 49. Minute trat der zur Pause eingewechselte Koya Kitagawa wie schon am Mittwoch in Hartberg als Chancentod in Erscheinung - der Japaner traf am Fünfer den Ball nicht richtig.

Danach waren gelungene Rapid-Aktionen Mangelware, weil sich Hartberg zurückzog und die Hütteldorfer jegliche Kreativität vermissen ließen. Bis zum Schlusspfiff spielten die Grün-Weißen keine zwingende Gelegenheit mehr heraus, Folge war die erste Heimniederlage seit dem 2. November des Vorjahres (0:1 gegen St. Pölten).

Neben den Rapid-Profis lieferten auch Teile der Fanszene Negativ-Schlagzeilen. Beim Block West wurde vor der Partie ein Transparent mit sexistischem Inhalt angebracht, es wurde rund 15 Minuten vor dem Anpfiff entfernt.

Quelle: APA

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