Bundesliga

Rapid, Salzburg und Sturm im Bundesliga-Einsatz

Drei Europacup-Starter wollen am Samstag in der 2. Bundesliga-Runde nach Auftaktsiegen in Punktekonto weiter auffetten. Tabellenführer Rapid Wien empfängt den SCR Altach. Red Bull Salzburg tritt beim in der 1. Runde ebenfalls siegreichen SV Mattersburg an. Sturm Graz ist bei Aufsteiger Wacker Innsbruck zu Gast. Alle drei Spiele beginnen um 17.00 Uhr.

Tabellenführer Rapid Wien will wieder voll punkten SN/APA/HERBERT P. OCZERET
Tabellenführer Rapid Wien will wieder voll punkten

Rapid peilt am Samstag die Fortsetzung des erfolgreichen Saisonstarts an. Nach den klaren Auswärts-Erfolgen im Cup gegen Kufstein und in der Fußball-Bundesliga gegen die Admira sollen im Heimspiel gegen den SCR Altach drei weitere Punkte eingefahren werden, wie Trainer Goran Djuricin erklärte. "Wir wollen die positive Energie mitnehmen", sagte der Wiener.

Djuricin betonte aber auch, man werde trotz des vielversprechenden Auftakts bescheiden bleiben. "Wir werden unsere Hausaufgaben machen und nicht euphorisch werden." Dieses Versprechen bekräftigte Sport-Geschäftsführer Fredy Bickel. "Ich wehre mich dagegen, dass wir nach zwei Pflichtspielen abheben würden. Wir befinden uns auf dem richtigen Weg, haben aber überhaupt noch nichts erreicht", sagte der Schweizer. Dessen erst kürzlich verpflichteter Landsmann Jeremy Guillemenot ist erstmals spielberechtigt, allerdings ließ Djuricin offen, ob er den 20-jährigen Stürmer schon in den Kader holt.

Beim bisher letzten Kräftemessen mit den Vorarlbergern hatte Grün-Weiß keine Probleme - die Partie am 20. Mai in Wien endete mit einem 4:1 und stand im Zeichen des Pflichtspiel-Abschieds von Steffen Hofmann. Der Deutsche und der ebenfalls scheidende Louis Schaub wurden damals kurz vor Schluss vom Platz genommen, obwohl das Austauschkontingent schon erschöpft war. Rapid beendete das Match freiwillig mit neun Spielern, was dem damaligen Altach-Coach Klaus Schmidt sauer aufstieß. "Dafür möchte ich mich noch einmal bei den Altachern entschuldigen. Ich verspreche, wir hören diesmal zu elft auf", erklärte Djuricin.

Altach-Trainer Werner Grabherr saß damals als Schmidts Assistent auf der Bank. "Die Aktion von Rapid war unnötig, ich weiß nicht, wie oft man Legenden verabschieden muss. Aber es spielt keine Rolle mehr und ist abgehakt", erklärte der 32-Jährige. Der Respekt vor den Hütteldorfern ist groß. "Rapid hat sehr viel Qualität und ist durch die vielen Neuzugänge im Sommer sicher nicht schlechter geworden. Auswärts gegen Rapid muss alles passen, sonst ist man nicht konkurrenzfähig", warnte Grabherr.

Bevor es in der kommenden Woche für Fußball-Meister Red Bull Salzburg in der Champions-League-Qualifikation ernst wird, wartet in der Bundesliga noch ein schwieriges Auswärtsspiel beim SV Mattersburg beim Versuch, den gelungenen Saisonstart prolongieren. Das Pappelstadion war in der vergangenen Saison für den Meister allerdings ein schwieriger Boden.

Im Cup-Halbfinale gelang der Aufstieg erst in der Verlängerung, in der Bundesliga gab es ein Unentschieden und einen Sieg, der erst in der Nachspielzeit fixiert wurde. Auch deshalb warnte Trainer Marco Rose vor dem Gegner: "Mattersburg wirft gegen uns immer alles rein und ist bereit, über Grenzen zu gehen. Man trifft da immer auf einen sehr kompakten Gegner, der extrem fleißig verteidigt und viele Leute hinter dem Ball hat. Und dann lauern sie auf eine der wenigen Situationen, um umzuschalten und gefährlich vors Tor zu kommen. Darauf müssen wir in Mattersburg immer eingestellt sein."

Rose erwartet von seiner Mannschaft vor dem Start in die Europacup-Saison auch in der Meisterschaft einen konzentrierten Auftritt. "Es wird ein hartes Stück. Wenn wir es nicht schaffen, diese Arbeit anzunehmen, dann wird es für uns schwierig", meinte der Deutsche.

Die Burgenländer sind ebenso erfolgreich in die Saison gestartet wie Salzburg, stehen im Cup in der zweiten Runde und haben den Liga-Auftakt in Altach mit 3:2 gewonnen. Nun wartet auf die Mannschaft von Trainer Gerald Baumgartner die erste große Bewährungsprobe. "Sie sind laut ihres Trainers noch einmal besser geworden. Das haben sie im ersten Spiel eindrucksvoll demonstriert. Da wartet ein sehr großer Brocken", erklärte der Mattersburg-Coach.

Nach dem Champions-League-Aus wartet auf Sturm Graz in der Fremde das Duell mit Traditionsaufsteiger Wacker Innsbruck. Für "Blackys"-Coach Heiko Vogel "eine sehr attraktive Auswärtsaufgabe". Die Tiroler rechnen sich gegen den Favoriten, der zum Auftakt Hartberg 3:2 besiegt hatte, im ersten Oberhaus-Heimspiel seit 11. Mai 2014 etwas aus. "Wir erhoffen uns schon einen Punktezuwachs", betonte Wacker-Trainer Karl Daxbacher.

Mut machte ihm der erste Saisonligaauftritt seiner Truppe am vergangenen Wochenende. Da unterlag man bei der Austria nach Führung durch Zlatko Dedic (19.) zwar noch 1:2, gab dabei aber kein schlechtes Bild ab. Gegen Sturm erhofft man sich beim Heimauftakt Zählbares - nicht zuletzt wegen des Rückhalts auf den Rängen. "Wir haben in der vergangenen Saison eine beeindruckende Heimbilanz gehabt, da hoffen wir schon, dass und das Tivoli-Stadion stärker macht", erklärte der Trainerroutinier.

Vogel zeigte Respekt vor dem Außenseiter. "Ein verdienter Aufsteiger mit sehr interessanten Spielern und der Euphorie des Aufsteigers. Sie haben gegen die Austria ein richtig gutes Spiel gemacht", brachte es der Deutsche auf den Punkt. Außenspieler Fabian Koch, der als Jungprofi 68 Pflichtspiele für Wacker absolvierte, stieß ins selbe Horn: "Wir dürfen die Innsbrucker nicht unterschätzen. Ich freue mich auf das Spiel in meiner Heimat."

Quelle: APA

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