Bundesliga

Rapid sehnt ersten Derby-Sieg im Allianz Stadion herbei

Das 335. Wiener Fußball-Derby bietet für Rapid die Gelegenheit, eine schmerzhafte Misserfolgsserie gegen den Erzrivalen zu beenden. Nach den bisherigen acht Spielen gegen die Austria im Allianz Stadion steht die Bilanz bei fünf Unentschieden und drei Niederlagen, nun soll am Sonntag in der zweiten Runde der Fußball-Bundesliga-Meisterrunde der erste Sieg in der neuen Heimstätte her.

Coach Feldhofer hofft auf ersten Rapid-Derbysieg im Allianz Stadion SN/APA/EXPA/FLORIAN SCHROETTER/EXPA
Coach Feldhofer hofft auf ersten Rapid-Derbysieg im Allianz Stadion

An der Publikums-Unterstützung dürfte es nicht scheitern - bis Freitagnachmittag waren über 25.000 der rund 26.000 aufgelegten Tickets verkauft, es wird die höchste Zuschauerzahl in Wien-Hütteldorf seit 8. Dezember 2019 erwartet. Damals kamen nach offiziellen Angaben 26.100 Fans zum Match gegen die Austria.

Die Zuschauer bekommen am Sonntag zwei Mannschaften mit klar aufsteigender Formkurve zu sehen. Rapid hat die vergangenen drei Liga-Partien gewonnen, die Austria reist sogar mit dem Selbstvertrauen von fünf Siegen in Folge in den Westen der Bundeshauptstadt. Die "Veilchen" sind im Moment Tabellenzweiter, Grün-Weiß liegt als Fünfter nur einen Punkt dahinter. "Man hat lange auf so ein Derby gewartet, wo sich beide auf einem so guten Niveau treffen", sagte Rapid-Trainer Ferdinand Feldhofer.

Laut dem Steirer ist im ganzen Verein seit Tagen ein Kribbeln zu spüren - sowohl im Umfeld als auch bei den Spielern. "Es war für mich eine einfache Woche. Die Mannschaft ist hochmotiviert, fokussiert und zielstrebig unterwegs", erzählte Feldhofer. "Die Entwicklung passt, der Weg passt, die Eigenmotivation in der Gruppe passt, einem Erfolgserlebnis steht eigentlich nichts im Weg."

Seine Zuversicht schöpft Feldhofer aus den jüngsten Rapid-Auftritten. "Wie konstant wir wirklich sein können, werden die nächsten Wochen zeigen. Aber bisher haben wir die meisten Drucksituationen gut gemeistert." So wie der Coach setzt auch Innenverteidiger Kevin Wimmer auf die prall gefüllte Arena als Booster. "Das Gefühl kannten wir gar nicht mehr, aber schon gegen Austria Klagenfurt hat man gemerkt, dass es etwas ganz anderes ist, wenn das Stadion voll ist. Wir wollen zeigen, dass wir die Chefs sind und unbedingt gewinnen", erklärte der Oberösterreicher.

Groß ist die Derby-Vorfreude auch bei Manfred Schmid - und das, obwohl der Austria-Coach das Spiel möglicherweise vor dem TV-Gerät mitverfolgen muss. Der 51-Jährige befindet sich derzeit in Corona-Quarantäne, er verfolgte die Trainings-Einheiten via Live-Übertragungen und ist mit seinem Team ständig in Kontakt. "Mir persönlich geht es etwas besser, am Samstag wird sich entscheiden, ob ich dabei sein kann. Wir sind auf alle Eventualitäten gut vorbereitet", sagte Schmid.

Sollte seine Quarantäne auch noch am Sonntag aufrecht sein, werde er "telefonisch mit meinem Team verbunden sein und das Livebild meines Videoanalysten nach Hause bekommen. Zusätzlich schaue ich das Spiel live auf Sky. Ich werde durchgehend mit meinem Trainerteam in Kontakt sein und eingreifen, wenn es wirklich notwendig ist. Ich habe volles Vertrauen in meine Kollegen", erklärte Schmid.

Der Wiener erwartet ein Spiel auf Augenhöhe, sieht keinen echten Favoriten und wünscht sich einen positiven Ausgang für die Austria. "Ich hoffe, dass wir beide Serien fortsetzen", meinte Schmid mit Hinweis auf die fünf Siege in Folge und acht Partien ohne Niederlage im Allianz Stadion.

Feldhofer schickte unterdessen Genesungswünsche an Schmid. "Ich wünsche ihm, dass er beim Spiel dabei sein kann, weil es ein großes Spiel sein wird. Er hat großen Anteil am Aufschwung der Austria, da kann man nur gratulieren und Respekt zollen", betonte der Rapid-Trainer.

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