Bundesliga

Rapid vor "Pflichtsieg" gegen Lieblingsgegner Ried

Aus Sicht von Rapid ist die Sache klar. Nach mageren vier Punkten aus vier Spielen muss am Sonntag (17.00 Uhr) gegen Außenseiter Ried ein Heimsieg in der Fußball-Bundesliga her - auch wenn die Innviertler mit sieben Zählern in der Tabelle vor den Wienern liegen. Gelingen soll das nicht zuletzt mit dem 3:0 über Luhansk im Rücken. Ried-Coach Andreas Heraf spekuliert dennoch mit einer "kleinen Sensation", muss dabei aber auf den verletzten Offensivmann Ante Bajic verzichten.

Will seine Truppe zum Sieg gegen Ried treiben: Rapid-Coach Kühbauer SN/APA/GEORG HOCHMUTH
Will seine Truppe zum Sieg gegen Ried treiben: Rapid-Coach Kühbauer

"Ein wichtiger Spieler mit hoher Qualität und hoher Geschwindigkeit", meinte Heraf über den zweifachen Saisontorschützen Bajic, der mit einem Muskelfaserriss zumindest bis zur Länderspielpause - am 11. September geht es danach weiter - ausfällt. Der Ligalage zum Trotz sah der ehemalige Rapid-Kicker sein Team als krassen Außenseiter. "Wir probieren einfach zu punkten", sagte Heraf. "Wenn es eine Sensation sein soll, nehmen wir drei Punkte mit. Wenn es eine kleine Sensation ist, nehmen wir einen Punkt mit. Und wenn es keiner ist, können wir auch damit leben. Wir wissen, dass wir gegen jeden punkten können."

Ried ist der klare Lieblings-Heimgegner Rapids, das da noch kein einziges Spiel verloren hat (33-8-0). Das 1:0 am 27. Februar - da traf der nun zu Barca verliehene Yusuf Demir - war der 12. Heimsieg in Folge seit dem achten und bisher letzten Remis (0:0) am 31. Juli 2011. "Rapid ist zuhause eine Heimmacht", sagte Heraf. Und auch wenn der SK den Ligaheimstart mit dem 1:2 gegen Hartberg vergeigte, so gab es in insgesamt vier Heimpartien vier Siege, zuletzt dreimal ein 3:0 (Famagusta, WAC, Luhansk).

Der in dieser Höhe wohl auch etwas glückliche Erfolg über die Ukrainer soll Rapid den nötigen Schub geben. "Der Sieg war enorm wichtig", befand Coach Dietmar Kühbauer, der endlich auch in der Liga wieder in die Spur finden will. Denn nach vier Runden hatte man zuletzt in der Saison 1994/95 weniger Punkte auf dem Konto. Damals waren es drei. Zum Vergleich: Vergangene Saison hielt man bei zehn Zählern.

Auch die Doppelbelastung führte Kühbauer zuletzt ins Treffen, umso wichtiger war die Rückkehr von Filip Stojkovic und Dejan Petrovic nach Erkrankungen, in der Liga kann man wie schon am Donnerstag gegen Luhansk auch auf den zuletzt gesperrten Robert Ljubicic zurückgreifen. Kühbauer wird angesichts des Rückspiels in der Ukraine am Donnerstag wohl rotieren. Seine Truppe müsse jedenfalls einige Schalter umlegen. "Ried hat eine komplett andere Spielanlage", meinte der Coach. "Es kann am Sonntag ein Geduldspiel werden, aber meine Spieler haben sich am Donnerstag Selbstvertrauen geholt. Wir wollen einen Heimsieg einfahren, und rein von der Qualität her stehen wir sicher vor Ried."

Dass es einen Sieger geben wird, ist indes quasi fast sicher: In den jüngsten 24 Liga-Begegnungen zwischen Rapid und Ried war kein einziges Unentschieden zu verzeichnen.

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