Bundesliga

Rapid will in Hartberg-Spielen Rang zwei festigen

Für Rapid bietet sich in den beiden Fußball-Bundesliga-Spielen am Mittwoch und Sonntag gegen den TSV Hartberg die Chance, Tabellenrang zwei weiter abzusichern. Sechs Runden vor Schluss beträgt der Vorsprung der zunächst in der Oststeiermark antretenden Hütteldorfer auf den Dritten WAC, der es zweimal mit Red Bull Salzburg zu tun bekommt, sechs Punkte.

Rapid-Coach Kühbauer warnt davor, Hartberg zu unterschätzen SN/APA/ROBERT JAEGER
Rapid-Coach Kühbauer warnt davor, Hartberg zu unterschätzen

Auf den Fünften Hartberg beträgt der Polster neun Zähler. Trainer Dietmar Kühbauer warnte aber davor, das Kräftemessen mit dem vermeintlichen Underdog auf die leichte Schulter zu nehmen. "Gegen Hartberg waren es zuletzt immer sehr enge Spiele. Sie haben wenig zu verlieren und spielen wirklich sehr guten Fußball, sie sind sicher die positive Überraschung in der laufenden Bundesliga-Saison", sagte der Burgenländer.

Rapid-Partien gegen Hartberg brachten in der Vergangenheit viele Tore und wenige Erfolgserlebnisse für Grün-Weiß. In bisher sechs Liga-Duellen fielen 30 Treffer, für Rapid reichte es dabei nur zu einem Sieg, und der gelang auswärts am 23. April des Vorjahres (4:2). Die bisherigen Saisonduelle endeten 3:3 und 2:2, wobei Rapid jeweils in der Nachspielzeit der Ausgleich glückte. "Wir haben uns komischerweise jedes Mal schwergetan, weil sie gegen uns anscheinend immer eine Extra-Motivation hatten", meinte Kühbauer.

Der schlechten Bilanz gegen den TSV steht eine beachtliche aktuelle Formkurve gegenüber - Rapid gewann die jüngsten drei Matches und holte aus den vergangenen 13 Runden 28 Punkte, so viele wie kein anderes Team. "In der Mannschaft steckt extreme Energie. Die Burschen glauben an sich und wissen, dass jeder schlagbar ist. Aber natürlich müssen wir auf höchstem Level spielen", betonte Kühbauer.

Der Ex-Teamspieler muss weiterhin auf zahlreiche verletzte Stammspieler verzichten, dazu ist der zuletzt starke Dejan Ljubicic gesperrt. Dafür kommt Stefan Schwab von seiner Sperre zurück. "Die letzten Erfolge zeigen, dass wir eine wirklich gute Mannschaft sind. Die Harmonie und Chemie passen", erklärte der Kapitän. Gleichzeitig warnte Schwab aber auch vor dem Gegner. "Die Hartberger sind eine gefährliche Mannschaft, die hopp oder dropp spielt und nichts zu verlieren hat."

Tatsächlich waren die Hartberger in ihren vier bisherigen Meistergruppen-Partien unberechenbar. Es gab ein 0:6 gegen Salzburg und ein verschenktes Erfolgserlebnis gegen Sturm Graz, aber auch Auswärtssiege gegen den LASK und den WAC. "Wir sind mit der Absicht in die Meistergruppe gegangen, dass wir zeigen, zurecht dabei zu sein, und das ist uns über weite Strecken gelungen", sagte Trainer Markus Schopp.

Für den Steirer ist Rapid der klare Favorit. "Sie haben sehr viel Qualität und sind mit viel Effizienz unterwegs." Die Kritik, dass die Hütteldorfer zuletzt eher auf Pragmatismus als auf Spektakel setzten, greift für Schopp zu kurz. "Sie haben auch sehr viel Qualität im Spiel nach vorne und sind extrem variabel in der Interpretation ihrer Spielanlage."

Quelle: APA

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