Bundesliga

Rapids letzter Play-off-Test ohne Erfolg und Aussagekraft

Rapids letzter Härtetest für das Europacup-Play-off hat am Samstag ohne Erfolg und ohne wirkliche Aussagekraft geendet. Wohl kein einziger Spieler aus der Anfangsformation beim Heim-1:2 gegen Altach dürfte am Dienstag gegen den SV Mattersburg beginnen - auch deshalb, weil sich gegen die Vorarlberger kein Kicker aus der zweiten Reihe aufdrängte.

Rapid spielte am Wochenende ohne seine Leistungsträger SN/APA/HERBERT NEUBAUER
Rapid spielte am Wochenende ohne seine Leistungsträger

Trainer Dietmar Kühbauer zog seine Lehren aus dem misslungenen Auftritt, verzichtete jedoch auf öffentliche Kritik und meinte lediglich: "Für mich war es ein wichtiges Spiel, weil ich sehen konnte, wo einige Spieler stehen."

Im letzten Match der Bundesliga-Qualifikationsgruppe ging es für Rapid aber nicht vornehmlich darum, Reservisten oder Nachwuchsspielern eine Chance zu geben. Die Stammakteure sollten noch einmal eine Pause bekommen, um für eine möglicherweise kräfteraubenden Woche gerüstet zu sein. Im Falle eines Sieges über Mattersburg steigen nämlich am Donnerstag und Sonntag Duelle mit dem Fünften der Meistergruppe um den letzten Europacup-Platz.

Angesichts von eventuell drei Partien binnen sechs Tagen hatte Kühbauer keine andere Wahl, als auf Totalrotation zu setzen. "Es wird keinen Trainer geben, der anders reagiert hätte", betonte der 48-Jährige. "Ich würde wieder so aufstellen, weil das Dienstag-Spiel weit wichtiger ist als das heutige."

Dass Rapid in den kommenden Tagen einen Kraftakt benötigt, um es noch in einen internationalen Bewerb zu schaffen, ist einer enttäuschenden Liga-Saison und der Niederlage im Cupfinale gegen Red Bull Salzburg geschuldet. "Wir haben uns das selbst eingebrockt. Wir hatten mehrere Chancen, uns für den Europacup zu qualifizieren, aber wir haben sie nicht genützt", sagte Maximilian Hofmann.

Nun ist zum insgesamt sechsten Mal in dieser Spielzeit Mattersburg der Gegner. "Videoanalyse vom Gegner brauchen wir keine mehr", schmunzelte der Innenverteidiger und ergänzte. "Ich bin felsenfest davon überzeugt, dass wir als Sieger vom Platz gehen, wenn wir unser Spiel durchziehen."

Rapid gewann die beiden bisherigen Saison-Heimspiele gegen die Burgenländer und setzte sich in der zweiten Cup-Runde in Mattersburg im Elfmeterschießen durch. Die zwei Partien im Pappelstadion endeten jedoch mit Niederlagen für die Hütteldorfer, so auch das bisher letzte Duell vor einer Woche. Auch von der damaligen SVM-Anfangsformation stand kein einziger Spieler beim 0:4 am Samstag gegen Absteiger Wacker Innsbruck in der Start-Elf.

Quelle: APA

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