Bundesliga

Rasches Wiedersehen für Austria und WAC

Der Start in die Meistergruppe bringt für die Austria und den WAC ein rasches Wiedersehen. Zwei Wochen nach dem durch die Verletzung von Georg Teigl am Ende dramatischen 1:0-Heimsieg der Wiener stehen sich die beiden Teams am Sonntag (14.30 Uhr) erneut in der Generali Arena gegenüber. Die Austria will das Hochgefühl nach dem Erreichen der Top Sechs verlängern, die Wolfsberger vor den anstehenden schweren Aufgaben keine Schwächen zeigen.

Kärntner Grünwald entschied Partie vor zwei Wochen für die Austria SN/APA/HANS PUNZ/HANS PUNZ
Kärntner Grünwald entschied Partie vor zwei Wochen für die Austria

Die Lavanttaler dürfen sich heuer noch einiges ausrechnen. In der Liga liegt der WAC nach der Punkteteilung gleichauf mit Sturm Graz auf Rang drei, im ÖFB-Cup steht der Club im Halbfinale. Am Mittwoch wartet dort mit Salzburg aber die schwierigste Aufgabe, die es zu meistern gibt. Auf den Titelverteidiger und Tabellenführer treffen die "Wölfe" vier Tage später erneut zu Hause auch in der Bundesliga.

Trainer Robin Dutt wollte vor der englischen Woche seiner Mannschaft noch nicht vorausblicken. Der Austria bescheinigte er eine gute Entwicklung, die Duelle zwischen den beiden Teams seien ausgeglichen verlaufen. "Das sind Spiele auf Augenhöhe", meinte Dutt. 1:0 gewann der WAC im Herbst zu Hause, zuletzt siegte die Austria auch dank zweier verschossener Elfmeter von Michael Liendl. Dutt blickte in der Meistergruppe insgesamt umkämpften Partien voraus. "Da sollte man sich kaum Fehler erlauben", urteilte der Deutsche. "Es sind alle Mannschaften bis auf den LASK dabei, die wir oben erwartet haben. Wir wollten eine gute Ausgangsposition haben, die haben wir uns auch erarbeitet."

War der WAC in den vergangenen Jahren Stammgast im Kampf um die Europacup-Startplätze, ist die Austria erstmals seit zwei Jahren wieder dabei. Manfred Schmid ortete eine "riesige Aufbruchsstimmung" im Verein und in der Mannschaft. Der Austria-Coach hat es geschafft, sein Team in eine kompakte Einheit zu verwandeln. Vier Siege in Folge sind es, die die Favoritner im Frühjahr angeschrieben haben. Vor dem Start in die entscheidenden zehn Spiele war intern eine Weichenstellung gefragt.

"Wir sind zusammengesessen, am Ende haben wir ein klares Ziel definiert. Dass wir nach Europa wollen, ist klar, es ist jetzt ja kein bezahlter Urlaub", meinte Schmid. Zwei Punkte fehlen der Austria auf Sturm und den WAC. "Bis auf Salzburg kann jeder jeden schlagen. Da geht es um Kleinigkeiten", wusste Schmid. Ein Schlüssel könnte die starke Defensive sein, in der gegen den WAC allerdings der gesperrte Lukas Mühl ausfällt.

Verbessert will sich die Austria künftig bei Standardsituationen zeigen - vor allem offensiv. Im Angriff hat Schmid inzwischen die Qual der Wahl. Alexander Grünwald und Noah Ohio wussten in den vergangenen Wochen zu gefallen, mit Marco Djuricin und Muharem Huskovic kehrte aber das zu Jahresbeginn verletzte Sturmduo ins Training zurück. "Ich habe jetzt mehr Varianten zur Verfügung. Es wird schwieriger, die richtigen Entscheidungen zu treffen. Da wird sich auch die eine oder andere Enttäuschung breit machen", erklärte Schmid. Für Sonntag fraglich war Mittelfeldspieler Manfred Fischer, den ein Magen-Darm-Infekt plagte.

Beim WAC kehrt der beim Sieg über den LASK (1:0) gesperrt gewesene Dominik Baumgartner in die Startelf zurück. Durchaus wohlwollend empfangen werden dürften Luka Lochoshvili und Christopher Wernitznig. Das Duo reagierte vor zwei Wochen am schnellsten, nachdem der Austrianer Teigl nach einer Kopfverletzung bewusstlos zu Boden gegangen war. Zu Wochenbeginn erhielten die WAC-Profis dafür das Ehrenkreuz des Landes Kärnten überreicht.

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