Bundesliga

Red Bull gegen WAC: Nach einer 2:0-Führung patzte der Meister aus Salzburg

Red Bull Salzburg sah gegen Wolfsberg wie der sichere Sieger aus, doch dann fehlte in der Schlussphase die Konzentration und der Gast kam beim 2:2 noch zu glücklichen Toren.

Salzburg-Verteidiger Maximilian Wöber konnte es nicht fassen, dass der WAC noch einen Punkt holte.  SN/GEPA pictures
Salzburg-Verteidiger Maximilian Wöber konnte es nicht fassen, dass der WAC noch einen Punkt holte.

Im Hinspiel der Meistergruppe der Bundesliga am vergangenen Mittwoch in Wolfsberg hatte Salzburg-Trainer Jesse Marsch auf seinen Toptorjäger Patson Daka in der Startformation noch verzichtet. Dann reichte es für Österreichs Fußballmeister in Kärnten nur zu einem 0:0. Am Sonntag im Rückspiel durfte Daka wieder von Beginn an stürmen, aber die Salzburger konnten dennoch nicht gewinnen. Zwar sah der Meister nach einer 2:0-Führung wie der sichere Sieger aus, aber in der Schlussphase gelangen den Gästen wie aus dem Nichts noch die Treffer zum 2:2.

Daka wie erwartet wieder dabei, und dennoch überraschte Marsch mit seiner Startformation. Denn die zuletzt ganz stark spielenden Defensivspezialisten Albert Vallci und André Ramalho mussten Patrick Farkas und Jérôme Onguéné Platz machen. Und der Gast aus Wolfsberg erwischte dann auch einen guten Start. Salzburg-Torhüter Cican Stankovic ließ sich von einem knallharten Schuss von Miloš Jojić aber nicht überraschen (3.). Die Wolfsberger überstanden zwar die ersten Minuten ohne Gegentreffer, aber auch ohne Blitzstart wie zuletzt in vielen Spielen gingen die Bullen in Führung. Nach einem Traumpass von Hee-Chan Hwang ließ sich Masaya Okugawa die Chance nicht entgehen und traf eiskalt zum 1:0 (19.). Der Tabellenführer übernahm immer mehr das Kommando und ließ keinen Zweifel aufkommen, wer der Tabellenführer der Bundesliga ist. Hwang, Farkas und Zlatko Junuzovic vergaben die besten Möglichkeiten der Bullen, die kaum Probleme hatten, die Wolfsberger Offensive in Schach zu halten.

So blieb die Truppe von Trainer Marsch auch im sechsten Ligaspiel nach Wiederaufnahme der Liga ungeschlagen. Aber mit dem 2:2 konnte im Lager der Bullen keiner zufrieden sein. Vor allem deshalb, weil Wolfsberg lange Zeit kein Mittel fand, Salzburg in Verlegenheit zu bringen. Auch wenn Salzburg nicht glänzte, nichts deutete darauf hin, dass der WAC zum Remis kommen könnte.

Wäre Daka nach Vorarbeit von Hwang in der 63. Minute nicht an Wolfsberg-Torhüter Alexander Kofler gescheitert, hätte sich Salzburg-Trainer Marsch schon früher entspannt zurücklehnen können. So dauerte es bis zur 70. Minute, ehe Marsch den zweiten Treffer sah. Nach einem Antritt von Hwang kam der Ball zum sehr starken Enock Mwepu, der die Defensive der Wolfsberger inklusive Torhüter Kofler austanzte und sehenswert zum 2:0 traf. Ausgerechnet Jubilar Andreas Ulmer brachte in seinem 300. Ligaspiel für die Salzburger dann Spannung in die Partie. Bei einer Rettungsaktion traf der Routinier ins eigene Tor (81.). Und was niemand mehr für möglich hielt, das geschah in der Bullen-Arena. Michael Liendl, der beste Freund von Salzburgs Junuzovic, traf noch zum 2:2 (84.). Dabei sah Torhüter Stankovic gar nicht gut aus. Das zweite Remis in Serie wirft Salzburg im Titelkampf nicht entscheidend zurück. Oder kommt doch noch Spannung auf?

Der Liveticker zum Nachlesen:

Aufgerufen am 28.11.2020 um 12:05 auf https://www.sn.at/sport/fussball/bundesliga/red-bull-gegen-wac-nach-einer-20-fuehrung-patzte-der-meister-aus-salzburg-89173138

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