Bundesliga

Red Bull Salzburg besiegt Ried mit 3:1

Fußball-Meister Red Bull Salzburg hat in der dritten Bundesligarunde den dritten Sieg gefeiert. Bei der SV Ried gab es vier Tage vor dem Rückspiel im Play-off zur Champions League einen 3:1-Sieg. Am Ende kamen die Bullen aber bei fast winterlichen Temperaturen noch ins Schwitzen.

Doppeltorschütze Mergim Berisha.  SN/GEPA pictures
Doppeltorschütze Mergim Berisha.

Trotz deutlich veränderter Aufstellung - nur vier Akteure blieben von der Dienstag-Startelf - ähnelte das Spiel für die Salzburger dem vom Dienstag in Tel Aviv. Einziger großer Unterschied: Aus der schwülen Hitze von Israel ins regnerisch-kalte Innviertel, das war ein wilder Temperaturschock. Nach einer halben Stunde verstärkten die Bullen den Druck, nach guten Möglichkeiten durch Sekou Koita und Andreas Ulmer traf Mergim Berisha erst nur die Außenstange (41.), ehe er in der Nachspielzeit doch noch erfolgreich war und nach Zuspiel von Andreas Ulmer (45.+1) zum 1:0 traf. Die Rieder protestierten, doch der Schütze stand klar nicht im Abseits.

Abseits-Reklamation von den Riedern gab es auch vor dem 0:2. Tatsächlich stand Mergim Berisha diesmal klar hinter dem vorletzten Verteidiger. Doch der Ball war zuletzt von einem Ried-Verteidiger gespielt worden, damit war der Treffer korrekt.
Erst in der letzten halben Stunde fand sich langsam wieder die stärkste Salzburg-Elf, Dominik Szoboszlai und Patson Daka kamen ins Spiel. Der Sieg schien nicht mehr gefährdet, doch die mutiger werdenden Gastgeber schlugen zu, als keiner mehr damit rechnete. Den Anschlusstreffer erzielte Julian Wießmeier (83.) nach Traumpass von Valentin Grubeck, beides Joker von Trainer Gerald Baumgartner.

So kam vor 2700 Zuschauern noch einmal Feuer ins Spiel. Cican Stankovic musste in der 94. Minute noch einen Schuss von Marco Grüll ins kurze Eck parieren, mit dem letzten Angriff stellte Patson Daka im Konter auf 3:1.

Stimmen zum Spiel

Gerald Baumgartner (Ried-Trainer): "Wir sind noch nicht so weit, dass wir mit der Mannschaft raus attackieren können und offensiver spielen. Deshalb haben wir für die erste Hälfte ein defensives Konzept gewählt. In der zweiten Hälfte haben wir dann offensiv gewechselt. Wenn man Salzburg zur Zeitschinderei bringt, hat man einiges richtig gemacht. Wir müssen aber schauen, dass wir von Woche zu Woche besser werden. Gegen die Admira müssen wir schauen, dass wir auch die Punkte machen, die wir brauchen, um in der Liga zu bleiben."

Jesse Marsch (Salzburg-Trainer): "Es war nicht unsere beste Leistung. Wir hatten viel Rotation, es war noch recht gut. Der Temperatur-Unterschied im Vergleich zu Tel Aviv ließ zu, dass wir mit mehr Power spielen konnten. Aber das war nicht einfach gegen einen Gegner, der tief verteidigt hat und intelligent gespielt hat. In der ersten Hälfte war auch die Ballbewegung zu langsam. Der Sieg war wichtig, aber natürlich können wir ein paar Sachen besser machen."

Mergim Berisha (Salzburg-Stürmer, Doppeltorschütze): "Ich bin froh, dass wir als Team wieder gewonnen haben, das zählt für mich primär. Wir haben es sehr gut gemacht, bis auf die Schlussphase. Das müssen wir analysieren und am Mittwoch besser machen."


Das Spiel zum Nachlesen im Liveticker:

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