Bundesliga

Red Bull Salzburg fand gegen Rapid doch noch das Sieger-Rezept

Eine Stunde lang zog Rapid den Bullen den Nerv, ehe Noah Okafor das Spiel zugunsten von Red Bull Salzburg drehte. Nach dem 2:1 zum Ligastart können jetzt die Bayern kommen. Lesen Sie das Match hier auch im Liveticker nach!

Der Bundesliga-Klassiker zwischen Rapid und Red Bull Salzburg hatte schon lange vor dem Anpfiff einige Brisanz zu bieten. Das von den Bullen abgelehnte Ansuchen auf eine Spielverschiebung um einen Tag wegen der am Freitag noch gültigen Zuschauerbeschränkung erhitzte die Gemüter auf Seiten der Hütteldorfer.

Auf dem Platz ging es dann nicht weniger heiß her. Vor erlaubten 2000 Rapid-Fans im Allianz-Stadion zeigten die energischen Wiener eine engagierte Leistung und zogen dem Erzrivalen 60 Minuten lang den Nerv. Doch dann drehte Salzburg die Partie und verwandelte ein 0:1 zur Pause nach Toren von Brenden Aaronson (64.) und Noah Okafor (77.) noch in einen 2:1-Auswärtssieg. An der Tabellenspitze bleiben die Bullen damit unangetastet, der Vorsprung auf die ersten Verfolger beträgt vor den Wochenend-Spielen bereits 17 Punkte.

Doch von dieser Salzburger Souveränität war anfangs nicht viel zu sehen. In der ersten Hälfte gab das Team von Trainer Matthias Jaissle keinen einzigen Schuss auf das Tor ab - bei der Offensivklasse des Serienmeisters durchaus überraschend. Die beste Chance hatte Karim Adeyemi, der nach überstandener Mandelentzündung sein Pflichtspieldebüt 2022 feierte, auf dem Fuß. Nach einer Wöber-Maßflanke traf er mit einem Volley aber nur das Außennetz (43.). Zuvor hatte ein Weitschuss des umtriebigen Zehners Brenden Aaronson sein Ziel verfehlt (38.). Der US-Amerikaner stand auch im Mittelpunkt, als Salzburg das vermeintliche 1:0 erzielte. Torschütze Rasmus Kristensen durfte nur kurz jubeln, ehe eine VAR-Entscheidung eine hauchdünne Abseitsstellung Aaronsons ausmachte und der Treffer zurecht aberkannte wurde (12.).

Rapid fand ebenfalls nicht besonders viele Chancen vor. Ein Freistoß brachte schließlich die 1:0-Führung: Filip Stojkovic traf sehenswert per Kopf. Auch wenn der Partie in der ersten Hälfte die spielerische Klasse fehlte, so war es doch erstaunlich, wie wenig die Salzburger in den Ballbesitzphasen mit dem Spielgerät anfangen konnten. Gleichzeitig wusste man nicht so recht, mit der Aggressivität der Rapidler umzugehen.

In der zweiten Hälfte bekam Red Bull Salzburg nach und nach mehr Zugriff auf das Match. Mitverantwortlich dafür war die Einwechslung von Nicolas Seiwald, der nach seiner Meniskus-Operation ein Blitzcomeback feierte und für das Champions-League-Heimspiel am Mittwoch gegen Bayern München womöglich schon ein Kandidat für die Startelf ist. Plötzlich gab es mehr Ordnung im Spielaufbau und auch mehr Offensivdrang: Aaronson gelang nach einem Querpass von Okafor der Ausgleich zum 1:1, Okafor selbst fixierte nach einem Adamu-Assist schließlich den 2:1-Sieg.

Am Ende blieb die Erkenntnis, dass Rapid gegen Salzburg offenbar nicht mehr gewinnen kann. In den jüngsten 23 Meisterschaftsspielen gab es nur einen Sieg für Grün-Weiß. Die Bullen wiederum verlängerten eine stolze Serie: Okafor und Co. trafen in 20 Bundesliga-Auswärtsspielen in Folge. Eine längere Serie der gab es nur von November 2012 bis März 2014 (damals in 24 in Folge). Der Matchwinner war zufrieden: "Das war ein wichtiger Sieg für uns. Ich denke, wir sind ready für das Spiel am Mittwoch gegen Bayern."

Das Match im Liveticker:

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