Bundesliga

Red Bull Salzburg feiert 5:0-Sieg gegen WSG Tirol

Sechste Runde, sechster Sieg für Serienmeister Red Bull Salzburg in der Fußball-Bundesliga. Gegen WSG Tirol gab es am Samstag einen 5:0-(2:0)-Erfolg für die Bullen.

Es wurde zwischen den Champions-League-Spielen gegen Atlético Madrid und Bayern München kräftig rotiert. Nur Dominik Szoboszlai und Zlatko Junuzovic waren von der stärksten Besetzung von Beginn an dabei. Wie erwartet, ersetzte Carlos Coronel im Tor Cican Stankovic, der Brasilianer bekam aber in der einseitigen Partie kaum etwas zu tun.

Erst nach einer Stunde brachte Jesse Marsch mit Sekou Koita, Andreas Ulmer, Mohamed Camara und Andreas Ulmer einen Teil seiner Stammelf ins Spiel. Da war die Partie längst entschieden, Noah Okafor zeigte seine Qualitäten als Goalgetter. Er erzielte beide Tore vor der Pause (3., 34.) und auch das 3:0, das zwischenzeitlich als Eigentor von David Gugganig gezählt worden war (58.). Okafor empfahl sich damit als Ersatzmann für den angeschlagenen Patson Daka. Der Führende der Torschützenliste in der Bundesliga fällt wegen einer Oberschenkelverletzung vermutlich bis Jahresende aus. Sekou Koita steuerte die weiteren Treffer bei (74., 84./Foulelfmeter) und zog damit in der Schützenliste mit Daka (jeweils sechs Tore) gleich.

Gegen WSG Tirol waren vorerst zum letzten Mal Zuschauer im Stadion. 1500 Personen waren auf der Tribüne erlaubt. Nach den neuen Verordnungen zur Eindämmung der Coronapandemie wird schon am Dienstag in der Champions League gegen die Bayern das Stadion leer sein. Der Titelverteidiger in der Königsklasse siegte bei seiner Generalprobe auswärts beim 1. FC Köln mit 2:1.

Debüt für Solet

In der Innenverteidigung gab der 20-jährige Franzose Oumar Solet an der Seite seines Landsmanns Jerome Onguene sein Startelfdebüt für die "Bullen". Und im Sturm erhielt Junghoffnung Karim Adeyemi die Chance.

Und der Auftakt ließ die Salzburg-Fans auf ein Torspektakel hoffen. Schon nach 130 Sekunden "klingelte" es im Gäste-Kasten, nachdem sich der am Elferpunkt allein gelassene Okafor ein Szoboszlai-Zuspiel mit der Brust heruntergenommen und locker eingeschossen hatte. Doch die Tiroler bewahrten Ruhe, agierten gegen den Ball durchaus mutig und profitierten zweimal von defensiven Unsauberkeiten der Hausherren. Einmal entwische Kelvin Yeboah der letzten Verteidigungslinie, scheiterte aber mit einem schwachen Abschluss an Coronel (12.), wenig später verzog er deutlich (14.).

Salzburg mühte sich, aus dem vielen Ballbesitz etwas zu machen, fand lange aber keine richtig guten Chancen vor. Und auch das 2:0 war nicht nur dem eigenen Druck, sondern der Mithilfe der - auf spielerische Lösungen bedachten - WSG zu verdanken: Erst schlug Fabian Koch beim hohen Ball auf Okafor ein Luftloch, die Hereingabe lenkte Gugganig dann ins eigene Tor. So verdient der Treffer war, so wenig konnte Rotations-Elf bis dahin spielerisch überzeugen.

Vierfachwechsel für die Topleute

Nach der Pause trat Salzburg etwas aktiver auf und belohnte sich nach gut zehn Minuten nach Wiederbeginn mit dem 3:0. Wieder war Okafor nach Assist von Masaya Okugawa aus wenigen Metern zur Stelle, eingeleitet hatte die Aktion Szoboszlai mit einem schnellen Vorstoß Richtung Sechzehner. Nach rund einer Stunde warf Marsch dann Andreas Ulmer, Mohamed Camara, Enock Mwepu und Koita ins Geschehen, die Mannschaft hatte noch nicht genug.

Erst ließ Majeed Ashimeru mit einem Weitschuss-Hammer die Latte erzittern (62.), dann zielte Koita nach herrlichem Strafraum-Dribbling am langen Eck knapp vorbei (71.). Wenige Minuten später war der Mann aus Mali dann nach Vallci-Hereingabe zur Stelle, im Finish durfte der von Goalie Ferdinand Oswald gefoulte Stürmer vom Elferpunkt seinen zweiten Treffer des Abends markieren.

Das Spiel zum Nachlesen im Liveticker:

Quelle: SN

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