Bundesliga

Red Bull Salzburg feiert Last-Minute-Sieg gegen Rapid Wien

Serienmeister Red Bull Salzburg ist in der österreichischen Bundesliga weiter nicht zu stoppen: Die Bullen feierten am Sonntag einen knappen 3:2-Heimsieg gegen Rapid Wien und führen die Tabelle weiterhin an.

Routinier Zlatko Junuzovic (l.) schoss Red Bull Salzburg spät zum Sieg.  SN/APA/KRUGFOTO
Routinier Zlatko Junuzovic (l.) schoss Red Bull Salzburg spät zum Sieg.

Zum fünften Mal im Kalenderjahr 2019 hieß das Duell Red Bull Salzburg gegen Rapid Wien, aber zum ersten Mal seit über einem Jahr fand es auf Salzburger Boden statt. Und mit einer Ausnahme gingen die Bullen in Bundesliga und ÖFB-Cup immer als Sieger hervor - wie auch am Sonntag vor 17.200 Zuschauern im Spitzenspiel der zwölften Meisterschaftsrunde. Salzburg siegte in einer sehenswerten und enorm spannenden Partie mit 3:2 (2:1) und behauptete sich damit an der Tabellenspitze.

Zwar hatte das Team von Trainer Jesse Marsch mehr Ballbesitz und auch ein klares Chancenplus, das Duell war über weite Strecken dennoch eines auf Augenhöhe. Den Unterschied machte in der ersten Hälfte ein Spieler, DER Spieler von Red Bull Salzburg. Wunderstürmer Erling Haaland pflügte durch die Rapid-Abwehr wie ein Bulldozer, holte zwei Elfmeter heraus und erzielte ein Tor aus dem Spiel heraus.

Doch zurück zum Anfang: Der Serienmeister setzte gegen den österreichischen Rekordmeister auf eine Dreierkette in der Abwehr mit Max Wöber, womit der Wiener erstmals in seiner Karriere gegen Rapid spielte. Vorn stürmten Erling Haaland und Hee-Chan Hwang. Die erste Bullen-Chance verzeichnete mit Rasmus Kristensen allerdings ein Verteidiger: Seinen Heber lenkte Rapid-Keeper Richard Strebinger an die Querlatte (5.). Ein Schuss von Hwang ging hauchdünn am langen Eck vorbei (23.).

Jungstar Haaland im Fokus

Erst durch einen Elfmeter ging Salzburg in Führung. Haalands unwiderstehlicher Antritt konnte von Strebinger nur mit unlauteren Mitteln gestoppt werden. Den fälligen Strafstoß verwertete Dominik Szoboszlai zum 1:0 (32.). Dem Tor war eine kuriose Szene vorausgegangen: Weil Haaland selbst darauf verzichtet hatte, den Elfmeter zu schießen, diskutierten Hwang und Szoboszlai heftig darüber, wer nun den Ball bekommen sollte. Zum Glück für die beiden Streithähne erhielt Salzburg nur zwei Minuten später erneut einen Elfer zugesprochen. Diesmal hatte Rapid-Verteidiger Barac den mit hohem Tempo heranstürmenden Haaland im Strafraum gelegt. Hwangs Versuch fiel jedoch viel zu schwach aus, Strebinger parierte (34.). Also musste es Haaland selbst richten: Der 19-jährige Norweger nahm sich den Ball nach einem Doppelpass sehenswert mit und traf mit einem wuchtigen Schuss durch die Beine des Rapid-Torhüters zum 2:0.

Die Gäste aus Hütteldorf steckten nicht auf und kamen noch vor dem Pausenpfiff zum Anschlusstreffer. Christoph Knasmüllner traf nach einem Standard per Kopf zum 1:2 (45.). Weil Salzburg in der zweiten Hälfte immer weniger Zugriff auf die Partie hatte, gelang dann sogar noch der Ausgleich. Mateo Barac köpfelte nach einem Schwab-Freistoß zum 2:2 ein (87.). Wieder einmal war die Bullen-Abwehr nach einer Standardsituation nicht gut sortiert.

Junuzovic entscheidet Spitzenspiel

Und als alle schon mit einem Unentschieden spekulierten, kam der ganz große Auftritt von Zlatko Junuzovic. Der Mittelfeld-Routinier hatte zuvor schon unzählige Kilometer abgespult, hatte in der 90. Minute aber noch die Kraft für ein Traumtor zum 3:2. Einen Freistoß von der Strafraumgrenze zirkelte Junuzovic gekonnt ins Kreuzeck, damit bescherte er Salzburg doch noch den Sieg.

Erfreuliches gab es am Sonntag auch von Patrick Farkas. Der Bullen-Verteidiger, der nach einem Kollaps beim Training die vergangenen Tage im Krankenhaus verbringen musste, besuchte vor dem Rapid-Match die Mannschaft im Trainingszentrum in Taxham. Coach Marsch zeigte sich danach voller Zuversicht: "Es geht ihm besser und besser. Er wird die Situation bewältigen und zurückkommen."

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Aufgerufen am 15.12.2019 um 06:05 auf https://www.sn.at/sport/fussball/bundesliga/red-bull-salzburg-feiert-last-minute-sieg-gegen-rapid-wien-78181150

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