Bundesliga

Red Bull Salzburg: Neuer Trainer heißt Jesse Marsch

Österreichs Fußball-Meister Red Bull Salzburg hat den Nachfolger von Marco Rose am Montag offiziell bestätigt.

Die Trainerentscheidung ist gefallen: Wie von den "Salzburger Nachrichten" bereits berichtet, wird der 45-jährige US-Amerikaner Jesse Marsch ab Sommer 2019 das Traineramt beim österreichischen Fußball-Meister Red Bull Salzburg übernehmen. Er unterschrieb einen Vertrag über drei Jahre.

"Wir freuen uns, dass wir sehr rasch einen Nachfolger für Marco Rose gefunden und damit frühzeitig Klarheit für die kommende Saison geschaffen haben", erklärte Salzburg-Sportchef Christoph Freund.

Der Nachfolger von Marco Rose selbst sagt: "Ich freue mich sehr und fühle mich auch geehrt, dass ich als nächster Trainer für diesen tollen Klub arbeiten darf. Ich werde alles dafür tun, die äußerst erfolgreiche Arbeit in Salzburg weiter fortzusetzen. Das ist eine neue Herausforderung für mich und ich bin bereits voller Vorfreude auf diese Aufgabe. Aber bis es so weit ist, habe ich mit RB Leipzig noch viel zu tun, um die Saison bestmöglich abzuschließen. Darauf konzentriere ich mich voll und ganz, bevor dann mein neues Kapitel beim FC Red Bull Salzburg beginnt", so der Noch-Co-Trainer von Ralf Rangnick bei RB Leipzig.

Marsch war vorigen Sommer nach drei Jahren als Cheftrainer in New York nach Leipzig gekommen, um als Co-Trainer von Ralf Rangnick beim Bundesligisten zu arbeiten. Die Umstellung inklusive Lernen einer neuen Sprache habe er gern als Herausforderung angenommen, sagte Marsch in einem Interview mit der "Mitteldeutschen Zeitung": "Ein zentraler Aspekt meiner Philosophie ist es, sich selbst herauszufordern. So oft es geht. Menschen wachsen immer dann am besten, wenn das Leben unbequem ist." Den Schritt nach Europa habe er bereits mit der Absicht gemacht, einmal als Cheftrainer hier zu arbeiten: "Ich habe die Sprache ganz gut gelernt und meine Fachkenntnisse erweitert."

In Leipzig wurde Jesse Marsch 2018 mit einer eigenen Pressekonferenz vorgestellt - ein höchst ungewöhnlicher Aufwand für einen Co-Trainer. Dass sein Karriereplan die Rose-Nachfolge in Salzburg vorsieht, war deshalb schon damals Gegenstand von Spekulationen im Umfeld der deutschen Red-Bull-Fußballfiliale.

"Marsch zu holen, ist ein guter Schritt von Red Bull Salzburg", findet Lukas Schubert. Der Kapitän des SV Grödig hat den Coach kennengelernt als er im Frühjahr 2016 im Probetraining beim zweiten Team von Red Bull New York war. "Er ist ein extrem positiver und offener Mensch, der vor allem auf Teamgeist großen Wert legt. Jedes Training begann dort mit einem großen Kreis, in dem sich alle Spieler und Trainer versammelt haben." Der 45-Jährige zeige stets großen Willen, etwas zu bewegen, wirke aber nie verbissen: "Jesse Marsch begegnet allen Menschen mit großer Freundlichkeit", betont Schubert.

Als "Mann mit klaren Karrierevorstellungen" hat RB-Leipzig-Insider Matthias Kießling (rotebrauseblogger.de) Jesse Marsch kennengelernt: "Er ist nicht der stille Co-Trainer, der im Hintergrund wirkt." Dementsprechend sei der Eindruck im Umfeld schon beim Amtsantritt vor einem Dreivierteljahr in Leipzig gewesen, dass sich hier jemand auf höhere Aufgaben vorbereite. Gleichwohl sei Jesse Marsch in Leipzig als umgänglicher und kommunikativer Typ wahrgenommen worden.

Quelle: SN

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