Bundesliga

Red Bull Salzburg unterliegt Sturm Graz mit 1:3

Die Generalprobe für das Champions-League-Gastspiel bei Bayern München ist kräftig danebengegangen: Red Bull Salzburg unterlag Sturm Graz in der Bundesliga am Samstag daheim mit 1:3 (0:0).

In der achten Runde wurde der Titelverteidiger damit zum ersten Mal besiegt. Salzburg bleibt vorerst Tabellenführer, allerdings könnte Rapid mit einem Sieg in Ried am Sonntag vorbeiziehen.

Jesse Marsch hatte zwischen Länderspielpause und Champions League gegen Bayern München (Mittwoch, 21 Uhr) kräftig rotiert. So gab Nicolas Seiwald sein Ligadebüt für die Bullen. Auch Albert Vallci, Oumar Solet und Karim Adeyemi standen in der Startelf. Diese ungewohnte Besetzung präsentierte sich alles andere als überzeugend und kassierte eine verdiente 1:3-Niederlage.

Die neu zusammengestellte Truppe hatte zu Beginn Anlaufschwierigkeiten, auch da Sturm den Gegner früh störte und aggressiv dagegenhielt. Kevin Friesenbichler traf nur die Außenstange (5.). Ansonsten erarbeiten sich die Hausherren aber doch ein Chancenübergewicht, Noah Okafor (8., 16.), Andre Ramalho (21.) und Adeyemi (26.) ließen aber Möglichkeiten ungenützt. Das Gefährlichste war ein Weitschuss von Vallci, bei dem die Stange rettete.

Mit einem furiosen Start nach der Pause belohnten sich die Grazer für einen mutigen Auftritt und zeigten sich da als Meister der Effizienz. Solet störte Ljubic nicht, und der Mittelfeldspieler vollendete nach Kuen-Hereingabe mit einem Volleyschuss. Auch der zweite Treffer fiel aus einer Direktabnahme, diesmal war Jantscher nach Hereingabe des per Kopf von Friesenbichler bedienten Hierländer erfolgreich. Sechs Minuten später setzte David Nemeth mit einem 70-Meter-Pass Sandro Ingolitsch ein, und dessen Zuspiel verwertete neuerlich Jantscher in der Mitte in bester Goalgetter-Manier. Ivan Ljubic (48.) und Jakob Jantscher (54., 59.) trafen für die engagiert auftretenden Grazer. Die Vorarbeit zum Doppelpack des früheren Salzburg-Spielers kam ebenfalls von Ex-Bullen: Stefan Hierländer und Sandro Ingolitsch konnten jeweils mit wenig Gegenwehr flanken.

Mergim Berisha gelang mit einem Schuss ins Kreuzeck in der Schlussphase nur noch die Ergebniskorrektur (86.). Die planlos angreifenden Salzburger konnten sich auch nicht steigern, nachdem die Stammkräfte Andreas Ulmer, Sekou Koita und Mohamed Camara eingewechselt worden waren.

Für die Salzburger war es die erste Heimniederlage seit Februar 2020, als der LASK mit einem 3:2 drei Zähler entführte. Seither hatte es in der Red Bull Arena sieben Siege und ein Remis aus Sicht der Gastgeber gegeben. Sturm Graz hatte zuletzt im Oktober 2016 in Salzburg gewinnen können.

Jesse Marsch sagte: "Heute bin ich enttäuscht. Kompliment an Sturm Graz. Sie haben heute größeren Willen gezeigt, mehr Zweikämpfe gewonnen. Wir dürfen es nie weniger wollen als der Gegner. Hoffentlich können wir heute daraus lernen. Ich hoffe auf eine Reaktion."

"Wir waren heute nicht wir selbst", meinte Torhüter Cican Stankovic. Das Thema Zweikämpfe sei in der Halbzeitpause angesprochen worden, doch gleich nach Wiederbeginn habe man es "vergeigt".

Das Spiel zum Nachlesen im Liveticker:

Quelle: SN

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