Bundesliga

Ried-Heimserie ohne Zuschauer gegen Rapid auf dem Prüfstand

Im Innviertel kommt es am Sonntag (17.00 Uhr) zum Duell zweier Tabellennachbarn der Fußball-Bundesliga. Der SK Rapid hat 19 Punkte auf dem Konto und ist damit einen Platz hinter Gastgeber Ried Fünfter. Bei den Hütteldorfern ist die Stimmung nach dem Aus für Ex-Trainer Dietmar Kühbauer und der erwarteten Europa-League-Niederlage gegen West Ham eher im unteren Bereich der Skala, die "Wikinger" hingegen befinden sich für ihre Verhältnisse in einem Höhenflug.

Hofmann (r.) und Grüll reisen mit Zuversicht ins Innviertel SN/APA/HERBERT PFARRHOFER/HERBERT P
Hofmann (r.) und Grüll reisen mit Zuversicht ins Innviertel

Die jüngsten vier Pflichtspiele hat Ried nicht verloren, dreimal verließen die Oberösterreicher den Platz als Sieger. Gegen Serienmeister Salzburg gab es ein äußerst respektables 1:1-Unentschieden. Fraglich ist wohl aber, ob die Rieder Heimserie - bisher letzte Niederlage am 14. März gegen den LASK (0:3) - ohne Zuschauer hält. "Das tut uns extrem weh. Man hat bei jedem einzelnen Spiel zuhause gesehen, wie wichtig die Fans für uns waren. Der Funke ist immer auf die Mannschaft übergesprungen, um dann noch den einen oder anderen Meter mehr zu gehen", erklärte Interimstrainer Christian Heinle.

Saisonübergreifend ist Ried in der josko Arena 12 Spiele unbesiegt. Diese imposante Marke soll am Sonntag noch übertroffen werden. Das Hinspiel im aktuellen Liga-Grunddurchgang endete mit einem 3:0-Erfolg der Wiener im Allianz Stadion. "Rapid hat durch den Trainerwechsel neue Impulse gesetzt. Man hat gegen Altach gesehen, dass sie ihre Dynamik super auf den Platz bringen. Es wird kein einfaches Spiel für uns", gab Heinle zu Protokoll. "Anfang der Saison hat Rapid unter seinen Verhältnissen gespielt. Langsam passen der Anspruch und die Realität wieder zusammen." Grundsätzlich seien die Grün-Weißen "sicher über uns zu stellen".

Von einer schwierigen Partie sprach auch Rapid-Interimstrainer Steffen Hofmann. "Wir haben uns dort in vielen Jahren schwer getan. Wir werden eine Mannschaft auf dem Platz haben, mit der wir gewinnen wollen", sagte der Deutsche nach der 0:2-Heimniederlage in der Europa League am Donnerstag. "Das soll nicht abwertend klingen, aber Ried hat nicht die Qualität von West Ham, deshalb wird es ein ganz anderes Spiel. Wir fahren hin, um zu gewinnen."

Auch für ÖFB-Teamspieler Marco Grüll, der beim 3:0 am 22. August gegen seinen Ex-Verein getroffen hatte, ist West Ham ein anderes Kapitel ohne große Auswirkungen auf das Spiel am Sonntag. "Wir haben auch unsere Qualitäten", betonte der Offensivakteur. "In Ried ist es sicher zu hundert Prozent eine andere Partie."

Der bisher letzte Dreier der Hütteldorfer in Ried datiert übrigens mit 26. September 2015. Damals gewann Rapid durch ein Kopfballtor von Matej Jelic in der 93. Minute mit 1:0. Die Innviertler stiegen freilich 2017 in die zweithöchste Spielklasse ab und kehrten erst mit der Saison 2020/21 ins Oberhaus zurück.

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