Bundesliga

Ried mit frischen Kräften gegen Hartberg und den Negativlauf

Schlusslicht SV Ried empfängt am Samstag (17.00 Uhr) in der 7. Runde der Fußball-Bundesliga den Tabellenachten TSV Hartberg. Während die Gastgeber aus dem Innviertel nach einem 3:2-Auftakterfolg zu Hause gegen die WSG Tirol ihre jüngsten fünf Liga-Spiele - in der Vorwoche setzte es ein 0:4-Debakel in St. Pölten - allesamt verloren, glückte den Steirern zuletzt mit einem 2:1 zu Hause gegen die Wiener Austria der erste Meisterschaftssieg.

Ried-Coach Baumgartner möchte gerne die rote Laterne abgeben SN/APA (EXPA)/EXPA/THOMAS HAUMER
Ried-Coach Baumgartner möchte gerne die rote Laterne abgeben

Diesen Schwung will Markus Schopp, der am 19. Mai 2013 beim 3:1-Sieg von Sturm Graz gegen Ried seinen ersten Sieg als Bundesliga-Trainer gefeiert hatte, vor der Länderspielpause unbedingt mitnehmen. "Ich erwarte mir eine Bestätigung", betonte der Hartberg-Coach. Denn mit den nächsten drei Punkten soll der Vorstoß in die obere Tabellenhälfte glücken.

Gleichzeitig dürfe man die Rieder nicht unterschätzen. "Sie haben ein bisschen unser Schicksal gehabt. Es hat viel gepasst, doch dann hat der Gegner einmal zugeschlagen und sie sind einem Rückstand nachgelaufen", erklärte Schopp. Dazu seien dann auch noch die vier Corona-Fälle bei den Oberösterreichern gekommen. "Das ist für kleinere Vereine, die nicht über so einen breiten Kader verfügen, eine noch größere Herausforderung."

Doch diese Woche hat sich die Covid-19-Situation beim Aufsteiger endlich entspannt. "Wenn alle Mann an Bord sind, dann sind die Rieder unglaublich flexibel und verfügen auch über individuelle Qualität. Und für Ried ist das ein ganz wichtiges Heimspiel, weil es darum geht, einen gewissen Lauf zu unterbrechen", weiß Schopp, dass der Aufsteiger unbedingt die Abwärtsspirale stoppen will.

Ried-Coach Gerald Baumgartner war sehr froh, "dass weitere Spieler wieder fit aus der Quarantänepause kommen. Ich bin überzeugt, dass wir dann auch wieder mit dem Punkten beginnen werden." Dafür müsse man laut Mittelfeldmann Julian Wießmeier in erster Linie "hinten sicher stehen. Und dann die Chancen, die wir haben, auch reinmachen."

Gleichzeitig lobte der 28-jährige Deutsche die Entwicklung des Gegners, der über eine "eingespielte Truppe" verfüge, die "viel spielerisch zu lösen" versuche: "Hartberg hat in den letzten Jahren gute Arbeit geleistet. Wir spielen aber zuhause und wollen drei Punkte unbedingt in Ried behalten. Wenn wir das spielen, was wir können, dann können wir auch als Sieger vom Platz gehen."

Baumgartner warnte vor allem vor dem "echten Goalgetter" Dario Tadic, der mit seinem Doppelpack gegen die Austria zum Matchwinner avancierte. Der mittlerweile 30-jährige Hartberg-Stürmer entschied auch das bisher letzte Pflichtspiel-Duell mit den Riedern: Beim 1:0-Auswärtssieg am 18. Mai 2018 erzielte Tadic per Kopf das Goldtor für die Steirer, die in der Folge auch den Aufstieg schafften, auf den die Innviertler noch zwei Jahre warten mussten.

Quelle: APA

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