Bundesliga

Salzburg-Coach Marco Rose fordert Sieg bei Schlusslicht Innsbruck

35 Punkte und eine ganze Fußballwelt liegen zwischen Bundesliga-Leader Salzburg und Schlusslicht Wacker Innsbruck. Dennoch sind die Tiroler eines von sechs Teams, das den "Bullen" in der laufenden Saison Punkte abknöpfen konnte. Am Sonntag (17.00 Uhr) peilen die Tiroler in der letzten Grunddurchgangsrunde zuhause eine Neuauflage an.

Für Marco Rose zählen nur drei Punkte SN/APA/KRUGFOTO
Für Marco Rose zählen nur drei Punkte

Sollte Salzburg freilich auch nur annähernd an die Form vom 3:1 über Napoli drei Tage zuvor kommen, dürfte das ein frommer Wunsch bleiben. "Herausragend neben Tempo und Taktik war vor allem ihre Mentalität. Es gibt nicht viele Mannschaften, die nach einer 0:3-Auswärtsniederlage und einem schnellen Gegentreffer zu Hause so weiter machen", erklärte Wacker-Coach Thomas Grumser, der nach der Ablöse von Karl Daxbacher vor seinem zweiten Spiel steht. "Wir müssen am Sonntag über 90 Minuten konsequenten Fußball zeigen."

"Bullen"-Trainer Marco Rose forderte dem Aus in der Europa League zum Trotz vollste Fokussierung. "Uns erwartet ein Gegner, der uns ein Bein stellen will und sicher viel investieren wird", meinte der Deutsche. "Sie haben einen neuen Trainer, eine neue Ansprache. Ein Trainer, der Wert auf Positionsspiel nimmt, auf Ballbesitz. Die Frage wird sein, ob sie auch den Mut gegen Salzburg aufbringen."

In der Liga konnte Salzburg zuletzt allerdings in drei Partien nur vier Punkte holten, am vergangenen Wochenende erarbeitete sich Sturm Graz in Salzburg ein 0:0. Der Vorsprung auf den LASK beträgt neun Punkte, nach der anstehenden Teilung wären es deren vier. Sollten die Linzer am Sonntag in Altach gewinnen und der Serienmeister am Tivoli etwa nur einen Punkt holen, betrüge der Vorsprung vor Beginn des Meistergruppe nur noch drei Zähler. Für Rose eine "skurrile Situation".

Schon deshalb können es sich Munas Dabbur und Co. gar nicht leisten, in Innsbruck nachzulassen. "Wir müssen gewinnen, um etwas zu haben", betonte Rose. Innenverteidiger Albert Vallci, im Winter von Wacker gekommen, könnte an seiner alten Wirkungsstätte wie schon in den jüngsten zwei Ligapartien von Beginn an am Platz stehen. "Wir wissen, dass sie in keiner komfortablen Situation sind und seit der letzten Runde am letzten Platz stehen. Auch deshalb werden sie zu Hause alles tun, um uns ein Bein zu stellen", vermutete der 23-Jährige.

Innsbruck will den leichten Aufwärtstrend fortsetzen. "Über weite Strecken gut" sei die Leistung beim 0:2 gegen den LASK in der Vorwoche gewesen, befand Grumser. Dennoch rutschte sein Team durch die dritte Niederlage in Folge ans Tabellenende. Auf den Vorletzten Altach fehlt den Tirolern ein Zähler. "Wir haben die Tabellensituation diese Woche nicht thematisiert", erklärte Grumser. "Wir wissen in welcher Lage wir sind, erkennen den Ernst der Lage und wollen die Realität nicht verweigern."

Der ehemalige Wacker-Kicker ist grundsätzlich optimistisch. "In den vergangenen Tagen war ein klarer Schritt nach vorne erkennbar, die Intensität war sehr hoch", berichtete er über die vergangene Trainingswoche. Immerhin habe man beim 1:1 in Salzburg am 20. Oktober" eines der "besten Spiele in der Saison gespielt", betonte Grumser, auch wenn die Situation nicht mehr zu vergleichen sei. "Es ist wichtig, dass wir uns zutrauen den Gegner zu schlagen und den Glauben an uns selber haben."

Quelle: APA

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