Bundesliga

Salzburg gegen Ried, "Pack-Derby" und Austria gegen Tirol

Schon nach der ersten Runde führt Serienmeister Salzburg die Tabelle der Fußball-Bundesliga an, im Heimspiel gegen Ried soll am Sonntag die Punktzahl auf sechs verdoppelt werden. In Wolfsberg treten der WAC und Sturm Graz zum sogenannten Pack-Derby an, während die Wiener Austria nach der Europacup-Enttäuschung zuhause gegen WSG Tirol vor der Aufgabe steht, erstmals in der noch jungen Liga-Saison zu punkten. Angepfiffen wird jeweils um 17.00 Uhr.

Ried will nicht nur als Punktelieferant anreisen SN/APA/KRUGFOTO/Archiv
Ried will nicht nur als Punktelieferant anreisen

Die "Bullen" von der Salzach sind gegen die Innviertler einmal mehr haushoher Favorit. Coach Matthias Jaissle gelobte aber vollste Konzentration. "Allein schon, weil es gegen Ried um drei Punkte geht, ist dieses Spiel für uns deutlich wichtiger als die gefühlten Highlights gegen Atletico oder Barcelona", meinte der Deutsche unter Bezug auf das bereits absolvierte Testspiel gegen Madrid und das am kommenden Mittwoch anstehende gegen Barca.

"Wir wissen ganz genau, worum es am Sonntag geht, und sind gut auf dieses Match vorbereitet", betonte Jaissle, der kaum einen besseren Start in seine Karriere als Salzburg-Chefcoach erwischen hätte können. Mittelfeldmann Nicolas Seiwald, der so wie Karim Adeyemi, Benjamin Sesko oder Luka Sucic zu den aufstrebenden Stars der "Bullen" zählt, will nicht nachlassen. "Wir dürfen Ried nicht unterschätzen, das wäre unser größter Fehler." Für die SV Ried ist die Sache klar. "Es ist ein Spiel, bei dem wir nichts zu verlieren haben", erklärte Trainer Andreas Heraf. "Ein Mammutgegner steht vor uns. Natürlich fahren wir nicht hin, um uns schlagen zu lassen, aber es ist eine andere Welt. Klar, haben wir einen Plan, aber uns wird der Takt vorgegeben werden."

Eine Erfahrung, die Sturm Graz bereits in Runde 1 machen musste: Nach dem 1:3 gegen die "Bullen" zum Liga-Auftakt wartet im Lavanttal wohl erneut alles andere als ein Spaziergang. "Der WAC ist ein Team, das zurecht den Anspruch stellt, ganz vorne mitzuspielen", sagte Sturm-Coach Christian Ilzer im Hinblick auf die "Wölfe", die in Runde eins aber nur einen Punkt gegen Aufsteiger Klagenfurt holen konnten. Deren Trainer Robin Dutt meint: "Wir gehen mit dem Gefühl der Augenhöhe in das Spiel hinein, wir haben ein Heimspiel und wollen dementsprechend selbstbewusst auftreten. Sturm ist natürlich eine gute Mannschaft, aber wir wollen uns da nicht in eine kleinere Rolle begeben, sondern von unserer Seite aus versuchen, dem Spiel den Stempel aufzudrücken."

"Wir brauchen Erfolge, wenn es geht so schnell wie möglich." Nicht allzu schwer zu erraten, dass dieser Ausspruch von Manfred Schmid, dem Trainer der Wiener Austria, kommt. Nach den 1:2-Niederlagen in Ried und im Europacup gegen Breidablik wäre alles andere als ein Sieg im ersten Liga-Heimspiel gegen die WSG Tirol der nächste Rückschlag. "Noch wichtiger wird sein, mental wieder auf der Höhe zu sein", meinte Sportdirektor Manuel Ortlechner. Laut der sportlichen Führung soll die erste Aufarbeitung der Blamage in der Conference-League-Qualifikation selbstkritisch ausgefallen sein.

Ein Hoffnungsträger ist der 18-jährige Noah Ohio. Der von RB Leipzig ausgeliehene Stürmer könnte Tempo ins Spiel der Austria bringen. "Aber man muss ihm Zeit geben. Wir werden sehen, wie weit er im Training ist", meinte Schmid. In Tirol blieben die Ergebnisse des Gegners nicht verborgen. "Dass bei der Austria schon leicht Feuer am Dach ist, ist ja klar. Aber wir sind gut damit beraten, uns auf uns zu konzentrieren", sagte Trainer Thomas Silberberger. Wie die Wiener befinde sich auch sein Team in der Findungsphase.

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