Bundesliga

Salzburg zwischen Belgrad-Spielen in Altach gefordert

In der Fußball-Bundesliga wird am Wochenende die fünfte Runde gespielt. Tabellenführer RB Salzburg ist am Samstag beim Schlusslicht in Altach zu Gast und logischerweise Favorit. Das Überraschungsteam St. Pölten empfängt die Wiener Austria und in Wolfsberg kommt es zum Duell Dritter (WAC) gegen Vierter (Sturm). Die Sonntag-Duelle lauten Rapid - Innsbruck, Hartberg - LASK und Admira - Mattersburg.

Trainer Rose wird wieder kräftig rotieren lassen SN/APA/HERBERT NEUBAUER
Trainer Rose wird wieder kräftig rotieren lassen

Salzburg wird die Generalprobe für das Entscheidungsspiel gegen Roter Stern Belgrad um den Einzug in die Champions League nicht auf die leichte Schulter nehmen. Der Tabellenführer will in Altach trotz erneuter Personalrotation im fünften Ligaspiel den fünften Sieg einfahren. Im Hinblick auf das Rückspiel gegen Roter Stern dürfte Trainer Marco Rose zumindest die halbe Startformation schonen. Altach will mit einer Mischung aus Eigeninitiative und konsequenter Abwehrarbeit zumindest einen Punkt in Vorarlberg behalten.

Der SKN St. Pölten ist in der noch jungen Saison die Mannschaft der Stunde. Zehn von zwölf möglichen Zählern hat der Prügelknabe der vergangenen Saison bisher geholt. Saisonübergreifend stehen zehn Pflichtspiele in Folge ohne Niederlage zu Buche. Am Samstag schickt sich die Austria in der NV Arena an, diesen Lauf zu stoppen. "Wir wollen weitermachen wie bisher. Wir wollen ein Gegner sein, der schwer zu bespielen ist", sagte SKN-Trainer Dietmar Kühbauer vor dem Duell. Die Austria reist mit einer schwachen Auswärtsbilanz an. Seit dem 2:0 in Graz am 7. April setzte es in der Ferne fünf Niederlagen in Folge mit 1:8 Toren.

Sturm Graz wartet unter Trainer Heiko Vogel noch auf den Premieren-Punkt gegen den WAC. Die Vorzeichen für ein Grazer Erfolgserlebnis sind auch vor der Partie in Wolfsberg schwierig. Zwei Monate nach Trainingsbeginn hat der Vizemeister "im spielphilosophischen Bereich eine Großbaustelle", so Vogel. Der Deutsche baute zuletzt intensiv am Fundament - der Abwehr. "Es ist für jeden ersichtlich, dass wir zu viele Gegentore bekommen." WAC-Trainer Christian Ilzer erwartet von Sturm "ein völlig anderes Gesicht" als zuletzt. "Sturm ist der Vizemeister und hat eine Topmannschaft", erklärte Ilzer.

Rekordmeister Rapid hat sich in dieser Saison praktisch nur im Europacup von seiner Schokoladenseite präsentiert. Das soll sich am Sonntag ändern - im Heimspiel gegen Wacker Innsbruck sollen drei Punkte eingefahren werden. Als Mutmacher dient das 3:1 im Play-off-Hinspiel gegen Steaua Bukarest, als Warnung müssen die jüngsten Auftritte in der Meisterschaft gesehen werden. Geht es nach Wacker-Trainer Karl Daxbacher, dann soll Rapid weiterhin in der Position des Nachzüglers verharren. "Altach und der WAC haben gezeigt, dass man in Hütteldorf etwas holen kann, wenn man eine gute Leistung bietet", erklärte Daxbacher.

Der LASK hat in dieser Woche ein wenig durchgeschnauft. Nach zwei freien Tagen wollen die Linzer die Taktfrequenz in der Meisterschaft wieder hochschnellen lassen. Beim Aufsteiger in Hartberg soll am Sonntag Sieg Nummer drei in Folge eingefahren werden. Die Linzer reisen als Favorit an, wobei Trainer Oliver Glasner den Oststeirern einen gelungenen Einstand in der Liga bescheinigte. "Sie haben sich bisher gut präsentiert. Sie werden uns alles abverlangen", meinte der LASK-Coach. Die achtplatzierten Steirer wollen "extrem hungrigen" Gästen Paroli bieten. "Wir haben auch unsere Möglichkeiten und Waffen, die dem Gegner wehtun können", betonte Trainer Markus Schopp.

Sein Debüt als Kurzzeit-Cheftrainer des SV Mattersburg führt Markus Schmidt dorthin zurück, wo alles begann. Am 23. Juli 2003 stand der ehemalige SVM-Profi im ersten Bundesliga-Spiel der Burgenländer bei der Admira auf dem Rasen. Es ist ein Aufeinandertreffen zweier Teams, die zuletzt insgesamt wenig erfolgreich waren. 2:4 in Hartberg und 0:6 zu Hause gegen den WAC lauten die beiden jüngsten Ergebnisse der Mattersburger. Nur ein Tor hat die Admira im bisherigen Saisonverlauf erzielt. Nur ein Sieg (1:0 in Hartberg) steht in den jüngsten acht Ligaspielen bei fünf Niederlagen zu Buche.

Quelle: APA

Aufgerufen am 11.12.2018 um 07:24 auf https://www.sn.at/sport/fussball/bundesliga/salzburg-zwischen-belgrad-spielen-in-altach-gefordert-39195244

Schlagzeilen