Bundesliga

Schon wieder meisterlich: Red Bull Salzburg schlägt Sturm Graz zum Saisonauftakt mit 3:1

Red Bull Salzburg ließ sich von einem 0:1 und auch vom Video-Assistent-Referee (VAR) nicht aus der Ruhe bringen und gewann zum Saisonauftakt bei Sturm Graz verdient mit 3:1.

Zwei von vier Spielen in der vergangenen Saison der Fußball-Bundesliga konnte Sturm Graz gegen Red Bull Salzburg gewinnen. Das gelang national sonst keiner Mannschaft. Und mit großen Erwartungen waren die Grazer auch am Freitag in das Startspiel der Saison 2021/22 gegen die Bullen gegangen. Auch deshalb, weil der Titelverteidiger im Sommer wichtige Spieler verloren hat. Und Sturm bot der Truppe von Trainer Matthias Jaissle dann lange Zeit auch einen heißen Tanz, konnte die 1:3-Niederlage aber nicht verhindern. "Es war ein emotionaler Abend für mich. Wir haben immer an den Sieg geglaubt. Das 0:1 war schon ein Schock, aber der VAR macht das Spiel gerechter. Dieser Auftakt gibt uns noch einen weiteren Schub", betonte Jaissle.

In Jaissles Liga-Startelf gab es keine großen Überraschungen. Andreas Ulmer, der noch bei der EM mit dabei gewesen war, führte die Bullen als Kapitän auf den Platz. Und im Angriff standen die beiden Youngsters Karim Adeyemi (19 Jahre) und Benjamin Sesko (18). "Wir müssen sie eben ins kalte Wasser der Liga werfen", meinte Salzburgs Sportdirektor Christoph Freund. Denn mit Sekou Koita, Noah Okafor und Mergim Berisha fehlten drei erfahrene Stürmer verletzungsbedingt.

Die ersten Akzente setzen auch gleich die beiden jungen Angreifer der Salzburger. Adeyemi bereitete ideal vor, aber Sesko konnte den Ball aus elf Metern völlig frei stehend nicht im Tor unterbringen (3.). Leichtfertig wurde die erste Topchance der Saison in der Liga vergeben. Die Anfangsphase gehörte klar den Bullen. Erst ein schwacher Abschlag von Salzburg Torhüter Nico Mantl direkt auf Sturms Stefan Hierländer brachte die Grazer ins Spiel. Mantl konnte den Schuss des Sturm-Kapitäns aber noch parieren (9.). Drei Minuten später war auch Mantl bei einem Eigentor von Ulmer machtlos. Salzburgs Routinier hatte eine Hereingabe von Hierländer unhaltbar abgefälscht. Allerdings fand der Treffer erst nach Intervention des Video Assistent Referees seine Anerkennung. Es dauerte fünf Minuten, ehe im Keller in Wien-Meidling auf Tor entschieden wurde, Hierländer war bei der Ballannahme nicht, wie zuvor entschieden, im Abseits gestanden.

Nach dem 0:1 drehte der vor der Pause offensivstarke Meister in einem tollen, temporeichen Saisonauftakt gleich wieder auf. Sesko traf mit einem Kopfball nur die Latte (18.), Adeyemi schoss am Tor vorbei (20.). Kurios: Sturm Graz führte, Salzburg hatte viele Topchancen vergeben.

Die Salzburger konnten den Schwung vorerst nicht ganz in die zweite Halbzeit mitnehmen. Und hätte Sturms Gorenc-Stankovic mit einem Weitschuss nicht nur die Latte getroffen, das Spiel wäre wahrscheinlich vorzeitig entschieden gewesen (57.). Aber der Meister ist eben auch der Serienmeister und kann jederzeit ein Spiel drehen. In der 62. Minute knallte Brenden Aronson nach Vorarbeit von Adeyemi den Ball noch an die Latte. Aber dann schlug die Truppe von Jaissle gnadenlos zu.

69. Minute: Zlatko Junuzovic tankte sich auf der rechten Seite durch, seine Flanke bugsierte Adeyemi über die Linie.

76. Minute: Adeyemi flankte von links und Rasmus Kristensen traf per Kopf wuchtig zum 2:1.

85. Minute: Nach einem Freistoß von Junuzovic gelang Adeyemi mit einem knallharten Volleyschuss das Tor des Tages. Da jubelte auch Jaissle, der jüngste Trainer der Liga. "Das war ein Superspiel von uns. Wir sind noch jünger und vielleicht noch stärker", sagte Matchwinner Adeyemi.

Das Match zum Nachlesen im Liveticker:

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