Bundesliga

St. Pölten will trotz Platz zwei "auf dem Boden bleiben"

St. Pölten hat mit dem 2:0 gegen Vizemeister Sturm Graz seine gute Form prolongiert. Das Team von Dietmar Kühbauer gewann fünf der letzten sechs Spiele der Fußball-Bundesliga und rückte damit auf den zweiten Tabellenplatz vor. Euphorie kam dennoch keine auf. "Mit dem Start kann man natürlichzufrieden sein, aber wir müssen am Boden bleiben", sagte Torschütze Daniel Luxbacher nach dem Match.

Kühbauer setzt auf Spieler, von denen er überzeugt ist SN/APA/EXPA/REINHARD EISENBAUER
Kühbauer setzt auf Spieler, von denen er überzeugt ist

Nach der chaotischen Sommerpause, in der die Ligazugehörigkeit nach dem Rechtsstreit um die Wertung des Relegationsrückspiels gegen Wiener Neustadt erst knapp zwei Wochen vor Ligastart festgestanden war, erscheint das bisher Erreichte noch überraschender.

Einen Schlüssel zum Erfolg sehen die Beteiligten an den gezielten Verstärkungen. "Ich habe die Leute geholt, von denen ich überzeugt bin", erklärte Kühbauer nach dem Spiel. "Das, was wir ihnen mitgeben, setzten die Burschen fast perfekt um. Da arbeiten die Jungs wirklich sehr gut." Ähnlich äußerte sich der von Salzburg ausgeliehen Luca Meisl. "In der Vorbereitung waren viele Neue dabei, da haben wir die Abläufe gut trainiert."

Der Weg zum zweiten Saisonsieg habe vor allem über einer starke Abwehrleistung geführt. "Es war eine harte Arbeit in einem guten Kollektiv", sagte der 19-jährige Verteidiger Meisl, der in St. Pölten einen "sehr interessanten Verein für meine Entwicklung" sah. Luxbacher empfand den Sieg als "Lohn der harten Arbeit."

Naturgemäß enttäuscht zeigte man sich bei Sturm über die verpatzte Generalprobe vor dem Drittrunden-Rückspiel in der Europa-League-Qualifikation am Donnerstag, wo es in Larnaka ein 0:2 zu drehen gilt. Lukas Grozurek sah die Leistung der "Blackys" im Sky-Interview dennoch durchaus positiv. "Wir haben das Spiel ganz klar dominiert", sagte einer der besten Sturm-Akteure, der sich zweckoptimistisch gab. "Wir werden wieder kommen, da mache ich mir keine Sorgen."

Mit dem ersten Erfolgserlebnis der neuen Saison geht der LASK in die Mammutaufgabe Europacup. Die Athletiker müssen gegen den türkischen Spitzenclub Besiktas Istanbul vor heimischen Publikum ein 0:1 aus dem Auswärtsspiel wettmachen. Beim 1:0 gegen die Admira gelang das Goldtor Markus Wostry erst in der Nachspielzeit. "Ich bin sehr froh, dass wir endlich drei Punkte in der Liga gemacht haben", zeigte sich Coach Oliver Glasner erleichtert.

Der Blick des 43-Jährigen richtete den Fokus auf den körperlichen Zustand seiner Spieler. "Die Belastung ist sehr groß. Wir hatten zuletzt sechs Spiele in 18 Tagen. Jetzt heißt es regenerieren", sagte Glasner, der sich ab Dienstag mit seinem Team auf Besiktas vorbereiten wird. In Maria Enzersdorf schonte der LASK-Coach mehrere Stammkräfte. Dies fiel nach dem späten Treffer resultatsmäßig nicht ins Gewicht.

Bei der Admira herrschte Frust über einen Rückschritt. "Alle haben dann mit dem Punkt gerechnet. Wir sind für unsere Steigerung nicht belohnt worden und stehen wieder mit leeren Händen da", ärgerte sich Stephan Zwierschitz.

Dass es mit Wostry ausgerechnet ein Ex-Admiraner war, der traf, spielte für die Südstädter keine Rolle. "Es ist mir egal, wer das Tor macht. Wir haben es bekommen und das hat mich sehr gefuchst" schimpfte Trainer Ernst Baumeister, der mangelnde Konzentration bei seinen Spielern ortete. "Einige waren mit dem Kopf vielleicht schon in der Kabine."

Quelle: APA

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