Bundesliga

St. Pölten will zweiten "Meisterrunde-Matchball" verwerten

Der SKN St. Pölten hat im Kampf um den Einzug in die Meisterrunde der Fußball-Bundesliga den zweiten Matchball. Nach der bitteren 0:4-Heimpleite gegen Rapid will die viertplatzierte Truppe von Trainer Ranko Popovic am Sonntag (17.00 Uhr) im Niederösterreich-Duell mit dem mit zwei Siegen stark ins Frühjahr gestarteten Vorletzten FC Admira in der BSFZ-Arena endgültig den Sack zumachen.

Popovic hat mit Mannschaft noch nicht Kühbauer-Niveau erreicht SN/APA/ERWIN SCHERIAU
Popovic hat mit Mannschaft noch nicht Kühbauer-Niveau erreicht

St. Pölten ist 2019 aber noch sieglos, nachdem es zum Auftakt auch nur ein 1:1 in Hartberg gegeben hatte. "Es war schon zuletzt unser Ziel, die Teilnahme an der Meisterrunde zu fixieren und das ist es auch jetzt. Wir möchten die Entscheidung in diesem Spiel herbeiführen", verlautete Popovic. Dafür bedarf es einer Steigerung, vor allem auch bei Standardsituationen, nach denen man zuletzt gegen Rapid drei Gegentreffer kassiert hatte. "Wir müssen da präsenter und intelligenter sein, dürfen solche Geschenke nicht mehr verteilen", betonte der Serbe.

Allgemein gelte es die in der Defensive in letzter Zeit ein bisschen verloren gegangene Stabilität wieder reinzubringen. "Es ist wichtig, wieder einmal ein Spiel zu Null zu Ende zu bringen", so der 51-Jährige. Damit einhergehen würde zumindest ein Punktgewinn, der die Aussichten auf das obere Play-off weiter verbessern würde. Die auswärts sechs Partien sieglosen St. Pöltner haben zwei Runden vor der Liga- und Punkteteilung vier Punkte Vorsprung auf den Siebenten Rapid.

Die Admira wird St. Pölten aber alles abverlangen, wie auch schon beim torlosen Remis im Herbst. Mit einem 3:0 gegen Innsbruck und einem 1:0 in Altach präsentierten sich die Südstädter 2019 verbessert und gaben auch die "Rote Laterne" ab. "Irgendwann kommt der Punkt und plötzlich geht alles auf. Sie haben sich stabilisiert, sind in einer guten Form und haben eine sehr gute Mischung", sagte Popovic. Besonders hob er die Stürmer Patrick Schmidt und Sasa Kalajdzic sowie Rechtsverteidiger Emanuel Aiwu hervor.

Schmidt erzielte drei der vier Admira-Treffer im Frühjahr, darunter auch das Goldtor in Altach. Die Stimmung im Lager der Südstädter ist sehr gut. "Das hat jeder schon erlebt, dass sich natürlich Ergebnisse und Siege schon auswirken", berichtete Admira-Trainer Reiner Geyer. Zu leicht genommen wird auch nach dem starken Jahresstart nichts. "Es gilt die richtige Anspannung, den richtigen Fokus wieder zu finden. Das haben die Jungs die Woche über getan. Der Drive war da", gab der Deutsche Einblick.

Mit dem Gegner wollen sich die Admiraner, die nur eines der jüngsten acht Duelle mit dem NÖ-Rivalen verloren haben, gar nicht allzu viel beschäftigen. "Unser Fokus und Denken geht dahin, dass wir von Anfang an unser Spiel wieder auf den Platz bringen wollen", betonte Geyer. Da sei es wichtig, konzentriert und mit viel Mut zu agieren. "Natürlich wollen wir Beute machen, aber wir wissen auch, dass uns über 90 Minuten harte Arbeit erwartet", sagte der Admira-Trainer.

Bei seinen Spielern ist die Zuversicht groß. "Wenn jeder an die Leistungen der letzten Spiele anknüpft, dann werden wir dieses Derby für uns entscheiden können", sagte Kalajdzic. Ungewiss war noch der Einsatz des an muskulären Problemen laborierenden Offensivspielers Kolja Pusch. Eine Entscheidung wollte der Trainer erst nach dem Abschlusstraining am Samstag treffen.

Quelle: APA

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