Marsch setzte ein klares Signal

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Standpunkt Michael Unverdorben

Es war zu erwarten, dass Red Bull Salzburg im Bundesliga-Gipfeltreffen gegen den LASK kräftig rotieren würde. Immerhin haben die Bullen bei ihrer Champions-League-Premiere viel Energie liegen gelassen und schon am Mittwoch steht mit dem Cup-Hit gegen den Erzrivalen Rapid ein heikles K.-o.-Duell auf dem Programm, das es zu gewinnen gilt, will man den Titel 2020 verteidigen. Dass Trainer Jesse Marsch seine Mannschaft aber gleich an acht Positionen im Vergleich zum furiosen 6:2 gegen Genk verändert hat, das kam doch überraschend - und beinahe hätten sich die Salzburger auch verpokert.

Denn der zweite Anzug konnte die Stammelf nicht eins zu eins ersetzen. Lange hatten die Bullen mit Problemen in der oft ungeordneten Abwehr zu kämpfen. Dazu schlichen sich ungewohnte technische Fehler im Spielaufbau ein, wodurch man kaum in Umschaltsituationen kam. Aber Marsch pokerte gegen den LASK, in dieser Saison wohl der einzige ernst zu nehmende Titelkonkurrent, ganz bewusst so hoch. Er setzte mit dieser Rotation auch ein klares Signal. Nämlich, dass Red Bull Salzburg nicht aus elf, sondern aus 18 Stammspielern besteht. Und dass es dieses kalkulierte Risiko braucht, um am Ende sowohl in der Liga als auch im ÖFB-Cup den Titel gewinnen zu können.

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