Salzburg setzt neue Maßstäbe

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Standpunkt Alexander Bischof

Dass man als Außenseiter vor einem Topteam wie Red Bull Salzburg Respekt zeigt, das ist ja an und für sich nicht verwerflich. Dass man sich, wie St. Pölten 45 Minuten, aber praktisch ohne Gegenwehr verführen lässt, nicht einmal versucht, in einen Zweikampf zu kommen, geschweige in diesem auch zu bestehen, das ist mehr als verwerflich. Auch wenn Salzburg zum Abschluss der Saison noch einmal richtig spaßigen Fußball zeigte, als Tabellendritter hat man auch die Pflicht, sich gegen eine Niederlage zu stemmen. Wenn es nicht anders geht, auch mit Einsatzfreude und gesunder Härte. So wie St. Pölten lange Zeit aufgetreten ist, hat die Mannschaft im oberen Play-off nichts verloren. Und es wäre für den gesamten Verlauf der Meisterschaft gut, wenn sich alle Großclubs für die Titelentscheidung qualifizieren könnten. Denn nur wenn Spannung aufkommt, werden die Fans nicht ausbleiben.

Salzburg betrieb im letzten Saisonspiel Werbung in eigener Sache. Nach einem Monsterprogramm wirkten die Bullen frisch, frech und spielstark. Marco Rose kann anscheinend nominieren, wen er will, der Bullen-Express braust durch Europa und die Liga.

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