Bundesliga

Strubers Torjäger folgte Herzogs Ratschlag

Vor dem Europa-League-Start herrscht beim WAC unter dem neuen Trainer bereits Euphorie, nicht zuletzt dank Shon Weissman.

Gerhard Struber.  SN/GEPA pictures
Gerhard Struber.

Fußballeuphorie im Lavanttal: Nach dem sensationellen dritten Platz der Vorsaison hat der Wolfsberger AC auch im neuen Spieljahr Tempo aufgenommen. Der 5:0-Sieg gegen Mattersburg am Samstag steigerte die Vorfreude bei den Kärntnern auf die Spiele in der Europa League, und mit dem Vierfach-Torschützen Shon Weissman hat der WAC den Goalgetter der Stunde in seinen Reihen.

Sieben Tore in den ersten vier Runden, so einen Start verzeichnete in Österreichs Bundesliga zuletzt Oliver Bierhoff. Auch der spätere Europameister mit Deutschland schnürte im Dress von Austria Salzburg 1990 so wie Weissman einen Viererpack in einem Match, beim 5:1 gegen St. Pölten.

"Vier Tore sind mir zuvor noch nie gelungen", sagte der 23-jährige Israeli, dem auch Israels Teamchef Andreas Herzog zum Wechsel von Maccabi Haifa nach Wolfsberg geraten hat. "Er hat mich auch ins Nationalteam einberufen und wir haben sehr viel über den österreichischen Fußball gesprochen", erklärte Weissman bei "Sky Sport Austria". Auf seinen ersten Länderspieleinsatz im A-Team wartet er noch. Franco Fodas Verteidiger sind auf alle Fälle gewarnt, sollte Weissman im Oktober in der EM-Qualifikation in Wien gegen Österreich auf dem Platz stehen.

"Er hat ein besonders Näschen", erklärte WAC-Trainer Gerhard Struber die starke Ausbeute seines ablösefrei gekommenen Topstürmers. "Wir haben hier einen Mann an Bord, der diese Positionierung immer wieder hinkriegt, um was zu erben." Nach vier Runden stehen zwei klaren Siegen (3:0 gegen Admira, 5:0 gegen Mattersburg) zwei Niederlagen nach guter Leistung (0:1 gegen Sturm Graz, 2:5 bei Red Bull Salzburg) gegenüber. Struber ist in große Fußstapfen getreten, immerhin hinterließ ihm Vorgänger Christian Ilzer einen Europacupstarter. Ein halbes Jahr, nachdem er eine Liga tiefer beim FC Liefering das Handtuch geworfen hat, mischt der 42-jährige Kuchler nun an der Spitze der Bundesliga mit. Das 5:0 gegen Mattersburg will er nicht zu hoch bewerten: "Wir wollten den nächsten Schritt gehen und das ist uns heute gelungen."

Basis dafür war ein Start "wie ein Tsunami", der durch ein frühes Tor von Mario Leitgeb (2.) gekrönt wurde. "Die Mannschaft hat heute die Mentalität hingekriegt, dem Gegner vom ersten Moment an zu zeigen, dass es hier nichts zu holen gibt", erklärt Struber.

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