Bundesliga

Sturm atmete nach Sieg auf- Admira ärgerte sich über Jakolis

Bei Sturm Graz war die Erleichterung über den ersten Sieg nach vier Spielen in der Fußball-Bundesliga spürbar. "Nach dieser Phase war das wirklich wichtig für uns", sagte Sportchef Günter Kreissl nach dem packenden 3:2 bei der Admira am Samstag. Die Steirer drehten in der Schlussphase in Überzahl einen 1:2-Rückstand, nachdem Marin Jakolis innerhalb einer Minute zweimal Gelb gesehen hatte.

Jakolis schadete seinem eigenen Team SN/APA/HANS PUNZ
Jakolis schadete seinem eigenen Team

Die Akteure beider Vereine sahen im Ausschluss nach 66 Minuten die entscheidende Szene. "Das war extrem wichtig für uns", gab Sturm-Kapitän Lukas Spendlhofer zu, der sich von dem Sieg eine "Initialzündung" erhoffte. Der Verteidiger war mit der Leistung seines Teams nicht ganz zufrieden. "Heute haben wir phasenweise gut gespielt, aber nach dem Ausgleich haben wir den Faden verloren."

Alle drei Tore der Grazer gingen auf das Konto von Ex-Admiranern. Markus Lackner, der mit seinem Weitschuss in der 86. Minute den Sieg fixierte, verzichtete trotz der Bedeutung seines ersten Treffers im Sturm-Trikot auf große Jubelgesten. "Ich bin schon mit einer großen Freude hergekommen, weil ich viele Bekannte und Freunde hier habe." Das Tor sei "ein unglaubliches Gefühl" gewesen, bekannte Lackner. Zuvor hatten Peter Zulj und Philipp Hosiner für die "Blackys" getroffen.

Bei der Admira trauerte man dem ersten Sieg gegen Sturm nach ziemlich genau einem Jahr nach. "Das Spiel war nicht zu verlieren", ärgerte sich Kapitän Daniel Toth über den Ausschluss. "Das war die entscheidende Szene und hat uns extrem geschadet." Trainer Ernst Baumeister ging sogar noch weiter. Er bezeichnete das Verhalten von Jakolis als "nicht entschuldbar".

Der Kroate ist ein Wiederholungstäter. Vor ziemlich genau einem Jahr flog der damals 20-jährige gegen St. Pölten nach zwei Fouls innerhalb von zwei Minuten vom Platz. Damals verspielten die Admiraner ebenfalls eine Führung und mussten sich mit einem 1:1 begnügen.

Durch die Niederlage rutschten die Südstädter an die vorletzte Stelle ab, weil dem TSV Hartberg ein 2:1-Heimsieg gegen den SCR Altach gelang. "Wir haben die Länderspielpause gut genützt. Die Mannschaft hat sich heute selbst belohnt", resümierte Trainer Markus Schopp, dessen Team im Finish zweimal aus Standardsituationen zuschlug.

Daher sind die Altacher ab sofort das neue Schlusslicht der Liga. "Nachdem wir in Führung gegangen sind, haben wir das Spiel völlig aus der Kontrolle gegeben", ärgerte sich Coach Werner Grabherr. Der 33-Jährige hatte vor dem Spiel wieder Martin Kobras anstelle von Andreas Lukse zur Nummer eins gemacht. Der Vorarlberger dankte es mit einigen guten Paraden, war aber bei den Gegentreffern machtlos.

Quelle: APA

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