Bundesliga

Sturm gab sich vor "Endspiel" gegen Austria betont gelassen

Sturm Graz gibt sich vor dem Finale des Bundesliga-Grunddurchgangs betont gelassen. Nur ein Heimsieg über die Wiener Austria hilft den Grazern am Sonntag (17.00 Uhr), um das Ticket für den Einzug in die Meistergruppe fix zu lösen. Trainer Roman Mählich hatte keine Bedenken: "Ich glaube, dass wir mit dem Publikum im Rücken das Spiel gewinnen werden."

Sturm-Trainer Roman Mählich glaubt an Sieg SN/APA/KRUGFOTO
Sturm-Trainer Roman Mählich glaubt an Sieg

Die Austria ist bereits durch, Thomas Letsch musste als Trainer nach schwachen Frühjahresauftritten dennoch gehen. Interimscoach Robert Ibertsberger hoffte durch das Antreten ohne Erfolgsdruck auf "eine gewisse Leichtigkeit". Die auf Platz drei liegende Austria könnte vom Sechsten Sturm bei einer Niederlage in der Merkur-Arena sogar noch überholt werden. Das erste Saisonduell endete in Wien mit einem 1:1.

Sturm durfte sich in der Vorwoche über ein 0:0 in Salzburg, aber auch Rapids Ausrutscher in Mattersburg freuen. Die Grazer entscheiden nun selbst über ihr sportliches Schicksal. Sollte Rapid gegen Hartberg nicht mit mindestens fünf Toren Differenz gewinnen, genügt ihnen bereits ein Zähler. "Wir haben es in der Hand, das ist positiv. Da müssen wir zugreifen", erklärte Mittelfeldspieler Stefan Hierländer. Er wollte die Partie gegen die Austria nicht als "Endspiel" sehen. "Es ist Anspannung da, aber auch eine angenehme Ruhe. Wir gehen mit Vorfreude ins Spiel." 13.400 Karten waren bis Freitagmittag verkauft, Sturm hoffte auf ein volles Haus (16.200).

Der seit November als Sturm-Coach arbeitende Mählich wollte keine Angst vor dem Scheitern aufkommen lassen. "Es ist keine komplett neue Situation, wir waren ständig unter Druck", betonte er. Seine Mannschaft habe von Beginn seiner Amtszeit an punkten müssen: "Wir haben es bis jetzt immer bravourös gelöst. Von daher ist mir überhaupt nicht bange." Mit dabei ist Lukas Spendlhofer, der aufgrund eines Nasenbeinbruchs mit Maske einlaufen wird. Anastasios Avlonitis steht nach seiner Sperre wieder zur Verfügung.

Die Austria sorgte mit ihrem Trainerwechsel allerdings für etwas Rätselraten beim Kontrahenten. Mählich sah eine "schwierigere Situation", man müsse mit Änderungen im Spiel der Wiener rechnen. Generell dürfe man sich von der zuletzt gezeigten Unform der Austria nicht blenden lassen. Mählich: "Das zuletzt war nicht das wahre Gesicht der Austria."

Bei den Wienern hat Ibertsberger am Montag den Posten des Cheftrainers übernommen. Nach drei Niederlagen in vier Pflichtspielen im Frühjahr zog die Clubspitze die Reißleine, unter dem vormaligen Co-Trainer sollen sich die Austrianer anders als zuletzt präsentieren. "Klar ist, wir müssen schleunigst etwas ändern", sagte Ibertsberger. "Ziel ist, das Spiel mit dem Ball deutlich zu verbessern und den Spielwitz wieder reinzubringen."

Im Training versuchte der Salzburger, Akzente zu setzen. "Jetzt geht es einzig und allein darum, schon am Sonntag eine Performance abzuliefern, die sich der Verein und die sich vor allem die Fans verdient haben", betonte er. In der Startelf könnte es Veränderungen geben. Verteidiger Igor kehrt nach seiner Sperre in den Kader zurück. Ibertsberger will "wenn notwendig, vielleicht ein Zeichen setzen". Genauer ging er auf mögliche Umstellungen nicht ein. In Graz soll die Mannschaft aus einer gesicherten Defensive auf das schnelle Umschaltspiel setzen.

Quelle: APA

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