Bundesliga

Sturm Graz will Schlusslicht Admira nicht unterschätzen

Eine vermeintlich einfache Aufgabe wartet am Sonntag (14.30 Uhr) auf Sturm Graz. Die Steirer empfangen Schlusslicht Admira und peilen dabei den fünften Saisonsieg an. "Wir dürfen diese Mannschaft auf keinen Fall unterschätzen, nur weil sie am Tabellenende steht", warnte Coach Nestor El Maestro dennoch und zeigte sich überzeugt, dass die Abstimmung zwischen Defensive und Offensive nun besser sei.

Sturm geht als Favorit ins Spiel gegen die Admira SN/APA (Archiv)/HERBERT P. OCZERET
Sturm geht als Favorit ins Spiel gegen die Admira

"Die Balance zu finden, ist ein permanenter Prozess", stellte El Maestro klar. "Nach der vergangenen Saison war es notwendig, den Fokus erst auf die Defensive zu legen. Spätestens mit dem LASK-Spiel (0:2, Anm.) war es aber berechtigt zu sagen, dass es nach vorne hin zu wenig ist." Beim 3:3 gegen Mattersburg sowie beim 4:2-Cup-Erfolg über Austria Klagenfurt habe man aber "nach vorne hin druckvoller agiert, und es war auch eine Steigerung zu erkennen, was das Herausspielen von Großchancen betroffen hat".

Dass es gegen die Admira kein Selbstläufer wird, ist auch El Maestro klar. "Die Admira hat zumeist eine junge Mannschaft, die im Laufe der Saison wächst", meinte er. Das jüngste 1:1 gegen St. Pölten habe durchaus gezeigt, was möglich sei. "Sie waren sehr motiviert, spritzig, mit einer guten Laufleistung", urteilte El Maestro, der alle Spieler zur Verfügung hat. Auch Emanuel Sakic, der nach einem Mittelhandbruch mit Spezialschiene spielen könnte. Zum Schiri-Thema, bei dem er sich nach dem 3:3 in Mattersburg die Zunge verbrannt hatte, mochte er sich nicht mehr äußern: "Was Schiedsrichter betrifft, habe ich meine Lehren gezogen und halte mich aus den Dingen raus."

Für Admira-Coach Klaus Schmidt sind die Ausraster von El Maestro und Sturms Sportdirektor Günter Kreissl beim kommenden Duell kein Thema mehr. "Das hätte eine Dynamik bekommen, wenn sie im Cup gegen Austria Klagenfurt ausgeschieden wären, aber mit Siegen wendet sich immer alles zum Guten", zeigte sich Schmidt überzeugt. Dem Gegner streute er Rosen: "Wie Sturm spielt und effektiv ist, hat schon einen gewissen Charme."

Seine eigene Truppe ("Ich habe eine Mannschaft vorgefunden, die extrem verunsichert war") gab zuletzt beim 1:1 in St. Pölten den ersten Saisonsieg in letzter Minute aus der Hand und liegt weiter vier Punkte hinter dem Niederösterreich-Rivalen, am Dienstag folgte mit dem 1:2-Cup-Ausscheiden in Ebreichsdorf der nächste Nackenschlag. "Einer Mannschaft, die in solchen Problemen steckt, tut nichts besser als ein Sieg. Wenn man dann kurz davor steht und er passiert doch nicht, wird sogar einmal ein Klaus Schmidt erbost", meinte er im Hinblick auf die St.-Pölten-Partie. Die Hoffnung freilich stirbt zuletzt. "Die Favoritenrolle ist klar verteilt, aber wir brauchen die Punkte mehr als Sturm", erklärte der Steirer.

Quelle: APA

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