Bundesliga

Sturm muss ausgerechnet in Salzburg die Trendwende schaffen

Früher als erhofft hat Sturm Graz in der Bundesliga ein kleines "Finale". Zwei Runden vor Ende des Grunddurchgangs drohen die Steirer noch ins untere Play-off abzurutschen, am Sonntag (17.00 Uhr) wartet der schwere Gang zu Meister Salzburg. Die weiteren Spiele, die alle am Sonntag zeitgleich stattfinden: Mattersburg - Rapid, Austria - Altach, Hartberg - WAC, LASK - Wacker, St. Pölten - Admira.

Gulbrandsen (Salzburg) gegen Hierländer (Sturm) SN/APA/ERWIN SCHERIAU
Gulbrandsen (Salzburg) gegen Hierländer (Sturm)

Derzeit trennt Sturm Graz nur ein Punkt vom "Strich". Eine Woche nach dem ernüchternden Heim-0:3 gegen den LASK wollen die "Blackies" mit einer Überraschung die Trendwende schaffen. "Gegen den LASK konnten wir nicht. Wir wollten, aber wir konnten nicht", stellte Trainer Roman Mählich fest. Für Salzburg ist es nicht zuletzt die Gelegenheit, sich Selbstvertrauen für das EL-Rückspiel am kommenden Donnerstag zu holen, in dem man quasi ein Wunder braucht. "Wir kommen mit einer 0:3-Niederlage aus Neapel zurück und haben dort ein intensives Spiel gehabt. Deswegen ist es wichtig, dass wir gut regenerieren und uns schnell auch wieder sammeln, um am Sonntag eine gute Leistung auf den Platz zu bringen", sagte Marco Rose, der vor seinem 100. Pflichtspiel als Salzburg-Trainer steht.

Rapid Wien können diverse Tüfteleien relativ egal sein, denn für die Hütteldorfer gilt: Wenn man noch unter den Top sechs landen will, müssen die Partien am Sonntag in Mattersburg und eine Woche später daheim gegen Hartberg mit großer Sicherheit gewonnen werden. Der Anfang soll im Pappelstadion geschafft werden, wo der aus Mattersburg stammende Rapid-Trainer Dietmar Kühbauer seine Profi-Karriere ausklingen ließ. "Aber es wird uns nichts geschenkt werden, egal, ob ich dort gespielt habe oder Mattersburger bin", erklärte der Ex-Teamspieler. Für den 47-Jährigen steht dermaßen viel auf dem Spiel, dass sogar die Freundschaft zu Mattersburg-Trainer Klaus Schmidt kurzzeitig vergessen wird. "Er ist ein sehr guter Mensch und Trainer, aber für die 90 Minuten ist das kaltgestellt."

Für die Wiener Austria ist die Ausgangslage vor der 21. Runde klar: Mit einem Heimsieg gegen Schlusslicht Altach am Sonntag würde die Mannschaft von Trainer Thomas Letsch vorzeitig den Einzug in die Meisterrunde fixieren. Altachs Interimscoach Wolfgang Luisser versuchte sich nach der Beurlaubung von Werner Grabherr einstweilen im "Köpfe heben".

Der WAC kämpft am Sonntag beim TSV Hartberg um das Ende seiner jüngsten Misserfolgsserie. Vor dem Duell mit dem Aufsteiger warten die Kärntner seit sechs Partien auf einen Sieg - sollte sich dieser Negativtrend fortsetzen, könnte die Teilnahme an der Meisterrunde noch in Gefahr geraten.

Der LASK hat 2019 nahtlos an die guten Leistungen vom Herbst angeschlossen. Die Ausgangslage vor dem Heimspiel des mittlerweile zehn Partien unbesiegten Zweiten gegen den Zehnten Wacker Innsbruck in Pasching könnte daher eindeutiger nicht sein. Wackers Neo-Coach Thomas Grumser steht vor einer Herkulesaufgabe, die die Tiroler aber mit guten Erinnerungen angehen.

Der SKN St. Pölten hat im Kampf um den Einzug in die Meisterrunde den zweiten Matchball. Nach der bitteren 0:4-Heimpleite gegen Rapid will die viertplatzierte Truppe von Trainer Ranko Popovic im Niederösterreich-Duell mit dem mit zwei Siegen stark ins Frühjahr gestarteten Vorletzten FC Admira in der BSFZ-Arena endgültig den Sack zumachen.

Quelle: APA

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