Bundesliga

WAC bleibt trotz starker Vorstellung bei Rapid "demütig"

1:0 gegen Austria, 0:0 bei Rapid: Für den WAC sind die ersten Saisonduelle mit den Wiener Clubs in der Fußball-Bundesliga erfreulich zu Ende gegangen. Die Kärntner durften nach einer starken Vorstellung im Allianz-Stadion am Sonntag sogar einem möglichen Sieg gegen die Hütteldorfer nachtrauern. "Wir sollten aber auf alle Fälle demütig bleiben", betonte Neo-Trainer Christian Ilzer.

Trainer Christian Ilzer ist mit seiner Truppe gut unterwegs SN/APA (EXPA/ALEXANDER FORST)
Trainer Christian Ilzer ist mit seiner Truppe gut unterwegs

Seine Elf trat in Hütteldorf sehr mutig auf, war extrem bissig und ging nur aufgrund der fehlenden Effizienz nicht als Sieger vom Platz. Die beste Chance ließ Ex-Niederlande-Legionär Marcel Ritzmaier, der in Richard Strebinger seinen Meister fand (34.), aus. Der 25-Jährige ist genauso wie Rückkehrer Michael Liendl ein Gewinn für den Abstiegskandidaten der vergangenen Saison. Das Zusammenspiel mit Stürmer Dever Orgill funktioniert schon ganz gut.

"Wir haben ein sehr gutes Auswärtsspiel gezeigt, uns ist vieles aufgegangen, was wir uns vorgenommen haben. Wir haben ein klares Chancenübergewicht gehabt, von daher bin ich mit dem Spiel und der Leistung sehr zufrieden", resümierte Ilzer. Jammern wegen der aufgrund des Spielverlaufs verlorenen zwei Punkte wollte er nicht. "Wenn ich in die Kabine gehe und sehe, dass die Mannschaft mit dem Ergebnis in Wien nicht zufrieden ist, stimmt mich das positiv. Unter dem Strich ist ein Punkt bei Rapid aber ein Erfolg für den WAC", so Ilzer. "Vier Punkte zu holen gegen die Wiener Großclubs, das lässt sich schon sehen."

Der WAC liegt mit vier Punkten nach drei Runden als Fünfter auf Meisterrunde-Kurs. "Für uns ist ganz klar das obere Play-off das Ziel, aber andere spekulieren damit genauso. Wir müssen einfach weiter unseren Weg gehen", sagte Kapitän Michael Sollbauer. In Hütteldorf stand die Abwehr rund um den 28-Jährigen bombensicher, wie auch schon beim Heim-1:0 gegen die Austria gab es keinen Gegentreffer.

"Wir haben die Räume gut eng gemacht und waren über 90 Minuten die bessere Mannschaft. Wir haben brutal viel investieren müssen in das Spiel, haben keinen Meter gespart", resümierte Liendl. Darauf könne man aufbauen. "Wir glauben immer mehr daran, dass wir eine gute Partie sind. Nächstes Mal müssen aus so einem Spiel aber drei Punkte herausschauen", wusste der Offensivspieler.

Ilzer kann sich jedenfalls über einen gelungenen Einstand freuen. Dem 40-Jährigen ist es schnell gelungen, ein neu zusammengestelltes Team in die Spur zu bringen. "In erster Linie hat er Ahnung vom Fußball. Noch dazu ist er ein guter Typ und kann das, was er will, gut vermitteln", lobte Liendl. Für ihn selbst ist zudem positiv, "dass wir nach vorne frei spielen können, er uns da viele Freiheiten lässt." Als nächste Aufgabe wartet am Samstag im Pappelstadion Mattersburg.

Quelle: APA

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