Bundesliga

WAC geht aus Pole Position ins Rennen um die Meistergruppe

Der WAC geht aus der Top-Position in den Dreikampf um zwei Plätze in der Bundesliga-Meistergruppe. Zwei Punkte Vorsprung auf Hartberg und einen auf die WSG Tirol haben die Wolfsberger vor dem Finale des Grunddurchgangs vorzuweisen. Schon bei einem Remis bei der Austria am Sonntag (17.00 Uhr) sind die Lavanttaler oben mit dabei. Die Wiener müssen sich damit trösten, dass sie mit einem Sieg Zähler in die Quali-Gruppe mitnehmen können.

Stary arbeitete 2018/19 noch für Austria SN/APA/GERT EGGENBERGER
Stary arbeitete 2018/19 noch für Austria

Eine Vorentscheidung verpasste der WAC durch die 3:5-Heimniederlage gegen die Wattener in der Vorwoche. "Das haben wir leider vergeigt. Jetzt ist es so, dass wir vor einem Endspiel stehen, in dem alles passieren kann", sagte der Wolfsberger Interimscoach Roman Stary. "Uns kann ein Unentschieden reichen, weil ich nicht annehme, dass Hartberg 12:0 gewinnt", meinte er mit Blick auf das Torverhältnis. Jedoch: "Wir werden aber nicht auf ein Remis spielen."

Der WAC siegte in fünf der jüngsten acht Liga-Duelle mit der Austria, im Herbst dank eines Last-Minute-Elfers von Michael Liendl mit 3:2. Stary war in der Saison 2018/19 bei den Violetten Co-Trainer unter Thomas Letsch. Er sah keinem leichten Spiel voraus, blieb aber zuversichtlich. "Die Mannschaft hat in den letzten Jahren mit Entscheidungsspielen sehr gut umgehen können. Wenn es 'entweder, oder' geht, waren sie immer voll da." Mario Leitgeb ist diese Woche ins Mannschaftstraining zurückgekehrt, der Mittelfeldmann soll aber wie Sven Sprangler erst nach der Länderspielpause wieder voll einsteigen.

Bei der Austria fehlt mit Benedikt Pichler der wichtigste Mann in der Offensive. Der Angreifer wurde nach seiner Rote Karte im Spiel gegen Sturm Graz für fünf Spiele gesperrt. Pichler hatte im Saisonverlauf zuvor nicht eine Gelbe Karte gesehen. Die Schwere der Verletzung des gefoulten Sandro Ingolitsch, der monatelang ausfallen wird, dürfte in das Urteil des Strafsenats eingeflossen sein. "Über allem steht, dass Ingolitsch wahnsinnig lange ausfallen wird. Das tut uns allen leid und weh, Pichler am meisten", sagte Peter Stöger.

Natürlich seien fünf Spiele Sperre außergewöhnlich, hielt der Austria-Coach fest. Stöger sprach von einer "unangenehmen Situation". Pichler sei immerhin ein wichtiger Spieler für die Austria geworden. Nun wird er fast die Hälfte der Spiele in der Quali-Gruppe verpassen. In diese wird die Austria als Favorit starten. Bei einem Heimsieg gegen den WAC würden die Wiener nach der Punkteteilung 14 Zähler mitnehmen. Auch mit Blick auf den Kampf um die Top Sechs wolle man "ein total faires Spiel" abliefern, hielt Stöger außerdem fest.

Der 54-Jährige merkte aber auch an, dass das Verpassen der Meistergruppe durchaus Spuren hinterlassen hatte. "Es war ein wenig schwierig zu Beginn der Woche, das zur Kenntnis zu nehmen." Jedoch sei es auch gerecht. "Wenn du bei den großen Sechs dabei sein willst und gegen die Mannschaften vor dir kein Spiel gewinnst, ist es am Ende verdient", meinte Stöger.

Die Austria beschäftigen hinter den Kulissen auch andere Dinge. Stögers Zukunft ist ebenso noch ungeklärt wie die einiger Spieler. Zuletzt war in Deutschland zu lesen, dass Stöger beim 1. FC Köln wieder hoch im Kurs steht. Er versprach: "Bis zum Ablauf meines Vertrags werde ich zu 100 Prozent bei der Austria sein." Dieser läuft mit Saisonende aus. Auch im Kader soll in den kommenden Wochen bald mehr Klarheit herrschen.

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