Bundesliga

WAC kam mit souveränem 3:0 aus turbulenter Winterpause

Scheinbar unbeirrt von der turbulenten Winterpause hat sich der WAC am Samstag beim Frühjahrsauftakt präsentiert. Der 3:0-Heimsieg über Hartberg brachte den Kärntnern vorzeitig das Ticket für die Bundesliga-Meistergruppe. Das erste Saisonziel der "Wölfe", die im Herbst in der Europa League aufgezeigt hatten, ist abgehakt. Auch die Oberhaus-Premiere von Coach Ferdinand Feldhofer war erfolgreich.

Erfolgreiche Oberhaus-Premiere von Coach Feldhofer SN/APA/GERT EGGENBERGER
Erfolgreiche Oberhaus-Premiere von Coach Feldhofer

Beim ersten Pflichtspielsieg seit 23. November zeigte sich, dass die Integration der Neuzugänge Milos Jojic, Miguel Vieira und Cheikhou Dieng durchaus gelungen ist. Gut möglich, dass Michael Sollbauer, Anderson Niangbo und Marcel Ritzmaier rein sportlich bald schon nicht mehr vermisst werden. "Mit dem Einstand der drei neuen Spieler war ich zufrieden. Sie haben aber noch Luft nach oben", meinte Trainer Ferdinand Feldhofer lapidar. "Der Sieg gelang aber nicht wegen den Neuen, sondern weil die gestandenen Spieler teilweise sehr gut in Form sind und es den Neuen erleichtert haben."

Ein Doppelschlag durch Michael Novak (48.) und Shon Weissman (49.) kurz nach der Pause ließ das Spiel zugunsten der schon vor Seitenwechsel dominanten Hausherren kippen, der Torschützenlisten-Führende Weissman legte im Finish (82.) mit seinem 19. Saisontreffer nach. "Es ist nicht selbstverständlich, gegen einen direkten Tabellennachbarn mit 3:0 zu gewinnen", betonte Feldhofer, der beim Debüt als Bundesliga-Trainer auch einen persönlichen Erfolg zu bejubeln hatte: "Über diesen ersten Sieg bei meinem Bundesliga-Debüt werde ich mich noch in ein paar Jahren freuen."

Für Hartberg heißt es hingegen noch warten. Angesichts des Restprogramms der Konkurrenz scheint der Verlust des Meistergruppenplatzes zwar recht unwahrscheinlich, fix ist aber nichts. "Wir habe noch gar nichts erreicht", stellte Coach Markus Schopp klar, dessen Truppe sechs Punkte vor der Austria liegt. Mit der Mannschaft wollte er nicht allzu hart ins Gericht gehen. "Wir sind richtig gut gestartet, haben alles umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben", sagte der Steirer, der mit Feldhofer zur Jahrtausendwende bei Sturm Graz kickte.

Schopp ärgerte sich vor allem über eine Schwächephase nach Wiederbeginn. "Wenn wir nach der Pause konsequent weitergespielt hätten, wäre es noch spannend geworden", war sich der 45-Jährige sicher. "Umso bitterer ist es, dass wir kurz nach der Pause nicht ins Spiel gekommen sind. Wir haben es in diesen ersten fünf Minuten verloren." Sein Fazit: "Der WAC war unterm Strich die reifere Mannschaft."

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